Bezirk Schwaben erfüllt Schwerbehindertenquote um mehr als das Doppelte: Auch als Arbeitgeber ein Partner für Menschen mit Behinderung

„Wir wollen nicht nur bei anderen um mehr Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt werben, sondern selber mit gutem Beispiel vorangehen“, so Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert. Die Bemühungen des Bezirks Schwaben, Arbeitsplätze entsprechend zu besetzen, tragen Früchte – die Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung steigt beim Bezirk seit Jahren stetig an. Erstmals wurde 2011 die Zehn-Prozent-Marke überschritten. Diese positive Entwicklung hält an: 2014 waren 11,24 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beim Bezirk Schwaben schwerbehindert.

Die vorgeschriebene Quote liegt bei fünf Prozent: Alle privaten und öffentlichen Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitnehmern sind in Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet, schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze sollten entsprechend besetzt sein. Wer dem nicht nachkommt, muss an das zuständige Integrationsamt eine finanzielle Ausgleichsabgabe entrichten.

„Ein Arbeitsplatz mit dem Wissen, gebraucht zu werden, Kompetenzen einbringen zu können und dabei auch soziale Beziehungen zu pflegen – das ist jedoch für die Betroffenen durch nichts auszugleichen“, betont Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert. Beim Bezirk Schwaben – unter anderem in der Zentralverwaltung in Augsburg, in den Museen und kulturellen Einrichtungen, am Fischereihof und am Eigenbetrieb Irsee - waren im Jahr 2014 530 Arbeitsplätze besetzt. Da Ausbildungsstellen und Arbeitsplätze mit weniger als 18 Wochenstunden nicht zur Berechnung herangezogen werden, waren Grundlage für die Beschäftigungsquote 438 Arbeitsplätze. Im Durchschnitt waren 2014 40 schwerbehinderte Menschen beim Bezirk beschäftigt. Mithilfe der Arbeitsagentur, der Rentenversicherungsträger und dem Integrationsamt sowie der öffentlichen finanziellen Förderung und fachlichen Unterstützung konnten einige Arbeitsplätze beim Bezirk auf den Bedarf der Arbeitnehmer umgerüstet werden. So wurden spezielle Hilfsmittel beschafft wie Bildschirm-Software für sehbehinderte Mitarbeiter.
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