Steigende Nachfrage nach verlässlicher pädagogischer Betreuung in den Stetten-Schulen

Foto: A. Lonnemann
 
Foto: A. Lonnemann
Augsburg: Stetten-Institut | Augsburg. Immer mehr Eltern von Schülerinnen am Stetten-Institut wünschen sich eine nachmittägliche Betreuung in der Schule. Daher wurde die Anzahl der betreuten Gruppen in der Offenen Ganztagsschule (OGTS) von vier auf fünf erhöht, woraus das Stetten neun Kleingruppen bildete. Je zwölf Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 sind in einer Gruppe, dabei werden sie ausschließlich von pädagogischen Profis betreut. Es gibt fünf Gruppenleiter und sechs weitere Mitarbeiter, die entweder ausgebildete Lehrer oder Erzieher sind oder aktuell ein pädagogisches Studium absolvieren.

Das Besondere am Stetten ist, dass die OGTS ein eigenes Haus auf dem großzügigen Grundstück hat, denn im „Alten Internat“ finden alle neun Gruppen einen eigenen Raum und dort ist auch der OGTS-eigene Speisesaal untergebracht. Die Ziele der OGTS sind es, die Leistungen der Schülerinnen durch eine betreute Studierzeit zu verbessern, das Sozialverhalten und die Gemeinschaft der Schülerinnen zu stärken. „Wir streben an, dass jede Schülerin während der OGTS-Zeit ihre Hausaufgaben und das Lernen komplett erledigt – je nach Menge der Aufgaben gelingt dies in der Regel auch“, berichtet Karin Schäfer, die Leiterin der OGTS am Stetten. Sie ist ausgebildete Gymnasiallehrerin und mit viel Herzblut dabei, den Schülerinnen eine gute und schöne Nachmittagszeit zu ermöglichen. Das Essen der OGTS-Schülerinnen kommt aus der Schulküche, wo der Mensapächter Gottfried Vöst zwei Essen zur Wahl anbietet. Er nimmt auf Lebensmittelunverträglichkeiten Rücksicht und erhält viel Lob für seine Kochkunst.

Die Schülerinnen finden in den Räumen der OGTS Lernmaterialien, jede Menge Spiele und Material zur Freizeitgestaltung. Genutzt werden außerdem die Spielwiese direkt vor dem Haus, die Schulbibliothek, die Sporthallen, die Außensportanlagen und die Schulküche.

Die 12-jährige Sophia geht sehr gerne in die OGTS. „Die Gruppenleiter sind total nett, sie helfen uns bei den Hausaufgaben und wir haben sehr viel Spaß zusammen“, erzählt Sophia. Ihre Freundin Meroa geht wie Sophia in die sechste Klasse und freut sich, weil sie in der OGTS viel Zeit mit ihrer Freundin verbringt. „Bei gutem Wetter gehen wir ganz oft raus zum Spielen oder wir sitzen unter den Obstbäumen– mir gefällt es hier sehr gut“, so Meroa.

Auch Leonhard Mayer, angehender Gymnasiallehrer für Englisch und Geschichte, findet die OGTS im Stetten gut. Er arbeitet schon über zwei Jahre in der Offenen Ganztagsschule mit. „Es ist eine ideale Kombination, ich sammle praktische Erfahrungen und werde im positiven Sinn hier auf Trab gehalten“, berichtet der Student. Das Arbeiten in der Ganztagsschule sei ungezwungener als in der Schule, die Gruppen seien am Stetten besonders klein. „Jeder Tag ist anders. Ich genieße das gute Klima hier im Stetten, hier herrscht ein sehr guter Umgangston. Ich kann das beurteilen, denn ich habe auch schon an anderen Schulen gearbeitet“, so Mayer.

Dass es bunt und vielseitig zugeht, dafür sorgt auch das Engagement der Eltern, die sich mit außergewöhnlichen Extra-Angeboten bei den Gruppenleitern bedanken. So gab es vor kurzem einen „Workshop Entspannung“ und im Frühjahr ist ein Musical-Projekt geplant.

Das Stetten-Institut besteht aus einem Gymnasium mit sprachlicher und naturwissenschaftlich-technologischer Ausrichtung und einer Realschule unter einem Dach (Realschulzweige: Wirtschaft, Französisch, Kunst und Soziales). Die Schulen sind staatlich anerkannt und befinden sich in evangelisch-lutherischer Trägerschaft, verstehen sich aber ausdrücklich als offen für Schülerinnen aller Religionszugehörigkeiten und Kulturen. In Tradition ihrer Gründerin Anna Barbara von Stetten werden ausschließlich weibliche Schülerinnen aufgenommen. Heute besuchen rund 1.200 Mädchen und junge Frauen die beiden Schulen, die auf einem weitläufigen Grundstück in der Augsburger Innenstadt liegen. In verschiedenen Projekten können Mädchen an den beiden Schulen forschen, musizieren, debattieren oder Theater spielen.
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