„Rettungshubschrauber gehört zu einem Haus der Maximalversorgung“ - Landrat Martin Sailer und Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl sprechen sich

„Wir brauchen einen Rettungshubschrauber in der Nähe eines Klinikums der Maximalversorgung und nicht in der Nähe der „Wartungshalle“.“ Damit macht Landrat Martin Sailer deutlich, was er von den Plänen des Fraktionsvorsitzenden der CSU im Landtag, Georg Schmid, hält. Dieser hatte in der Diskussion um den Standort für einen neuen Rettungshubschrauber in der Region Augsburg/Nordschwaben neben den möglichen Standorten Klinikum Augsburg und Flugplatz in Augsburg-Mühlhausen nun Donauwörth ins Spiel gebracht. „Da die Verletzten aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen in der Regel Spezialisten benötigen, gehört der Helikopter zu einem Haus der Maximalversorgung und nicht zu einem Haus der Grundversorgung“, betonte Sailer und ist mit dieser Meinung nicht allein. Unterstützung findet er unter anderem bei Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl.
Das Klinikum Augsburg verzeichnet rund 1000 Hubschrauberlandungen im Jahr. „Das sind mehr als in Ingolstadt oder an den Unikliniken in München“, gibt Prof. Edgar Mayr, Leiter der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum Augsburg, zu bedenken. Besonders schmerzvoll: Bei einem Viertel der Hubschrauberanforderungen in der Region steht kein Rettungshubschrauber zur Verfügung. „Eine Versorgungslücke, die dringend geschlossen werden muss“, fordert Landrat Martin Sailer. Wenn das Augsburger Klinikum, nach den Vorstellungen des Ministerpräsidenten, zur Uniklinik weiter entwickelt werden solle, sei die Stationierung des weiteren Hubschraubers dort unablässig. „Darüber hinaus können wir es uns nicht erlauben, einen Rettungshelikopter in einer Stadt zu stationieren, in der es an 70 bis 90 Tagen im Jahr so neblig ist, dass Starts und Landungen dementsprechend schwierig oder unmöglich werden“, machte Sailer mit Blick auf Donauwörth deutlich.

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