Ostmitteleuropa immer im Blick: Das Bukowina-Institut berichtet von vielfältigen Aktivitäten 2013

Begegnung zwischen Ost und West mit Unterstützung des Augsburger Bukowina-Instituts: Eine Schülergruppe aus dem rumänischen Radautz machte bei ihrem Besuch in Schwaben auch einen Abstecher in die bayerische Landeshauptstadt. (Foto: Sara Klein)
Seit 25 Jahren ist das Bukowina-Institut in Augsburg eine ausgewiesene Forschungsstelle zu Fragen Ostmitteleuropas, ein Zentrum der Integrations- und Nationalitätenforschung, eine Stätte der Begegnung und Kooperation zwischen Ost und West und eine gute Adresse zum Erlernen mittel-, ost- und südosteuropäischer Sprachen. Gleichzeitig ist es neben dem Europabüro des Bezirks Schwaben und dem Hilfswerk Schwaben-Bukowina einer der drei Pfeiler, auf denen die Partnerschaftsarbeit des Bezirks mit der rumänisch-ukrainischen Grenzregion Bukowina fußt.

Wie vielschichtig und umfangreich der Wirkungsbereich des Bukowina-Instituts ist, machte der Tätigkeitsbericht 2013 anlässlich der jährlichen Mitgliederversammlung deutlich. So unterhält das Institut eine eigene Bibliothek, leistet Übersetzungsarbeiten, bietet in Zusammenarbeit mit der benachbarten Universität Augsburg Sprachkurse in Russisch und Rumänisch an - im Laufe des Jahres nahmen daran 425 Personen teil - und betreut wissenschaftliche Arbeiten von Forschern und Doktoranden aus ganz Europa. Eng ist die Zusammenarbeit mit der Universität Augsburg auch beim jährlichen Internationalen Sommerkurs: Neun Studierende der Universitäten Czernowitz und Suceava vertieften hier im vergangenen Jahr ihre Deutschkenntnisse. Der Rektor der Universität Czernowitz reiste im November an den Lech, um mit Augsburger Professoren über den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit zu beraten. Neben Vorträgen und Beiträgen an Studientagungen und Symposien beteiligen sich Mitarbeiter und Mitglieder des Instituts an Veröffentlichungen in Zeitschriften und brachten im Frühjahr 2013 die Schau „Schwarze Pfingsten“ über die Baragan-Deportation in Rumänien 1951-1956 nach Augsburg. Im Januar 2014 wird die vom Bukowina-Institut konzipierte Ausstellung „Heim ins Reich“ über die Umsiedlungen aus der Bukowina 1940 in Pila/Schneidemühl in Polen gezeigt.
Neben der Organisation und Begleitung von Studienreisen - 2013 führten wieder drei Reisen mit insgesamt 92 Teilnehmern in die Bukowina, nach Moldawien, Kiew, Galizien und Siebenbürgen - engagiert sich das Bukowina-Institut in Zusammenarbeit mit dem Schulreferat der Stadt Augsburg beim Projekt Hausaufgabenbetreuung, wo 18 Schülerinnen und Schüler, überwiegend aus Familien mit Migrationshintergrund, begleitet wurden.
Auch Projekte des Europabüros des Bezirks Schwaben, wie die jährliche internationale Jugendbegegnung „Vier Regionen für Europa“, die im August 2013 im ukrainischen Czernowitz stattfand, erfuhren organisatorische und übersetzungstechnische Unterstützung seitens des Bukowina-Instituts.
Bereits einen Ausblick auf neue Projekte des Jahres 2014 gab Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Marita Krauss von der Universität Augsburg:
So ist im Zuge einer Neuausrichtung des Instituts hin zu einer Verstärkung der wissenschaftlichen Aktivitäten geplant, eine Juniorprofessur zu transnationalen Wechselbeziehungen zwischen Deutschland und dem östlichen Europa einzurichten. Darüber hinaus soll eine Internetplattform den wissenschaftlichen Austausch unter Partneruniversitäten fördern.

Das Bukowina-Institut wird von einem Trägerverein getragen und vom Bezirk Schwaben sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen finanziell unterstützt. 2003 wurde dem Institut die Rechtsstellung eines AN-Instituts, einer rechtlich eigenständigen Forschungseinrichtung an der Universität Augsburg, verliehen.
Der Vorstand besteht aus Prof. Dr. Marita Krauss (Vorsitzende), Prof. Dr. Reinhold Werner (stellvertretender Vorsitzender), Prof. Dr. Wolfgang Weber, Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert und Ewald Zachmann (Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Buchenlanddeutschen e.V.).
Die Leitung und Geschäftsführung des Bukowina-Instituts obliegt Otto Hallabrin.
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