IHK Schwaben intensiviert Integration von Flüchtlingen in die Ausbildung Neues Projekt hilft Flüchtlingen und Ausbildern während der Lehre

Augsburg: IHK Schwaben | Augsburg. Die IHK Schwaben verstärkt ihre Anstrengungen, um jungen Flüchtlingen bis 21 Jahren über eine duale Ausbildung den Berufseinstieg zu ebnen. Angesichts des anhaltenden Zustroms haben sich neun bayerische IHKs gestern in München mit Ministerpräsident Seehofer auf ein gemeinsames Maßnahmenpaket geeinigt. Die IHK Schwaben wird ihr bisheriges Erfolgsmodell weiter ausbauen. „Es zahlt sich aus, dass wir bereits seit Dezember 2014 aktiv Flüchtlinge mit Bleibeperspektive in Praktika und Ausbildung vermitteln. Das wird uns in Zukunft helfen, wenn die Zahl der jungen Menschen aus Krisengebieten weiter steigt“, sagt Peter Saalfrank, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben.

Das knapp einjährige IHK-Projekt besteht aus zwei Bausteinen: Profiling und Matching. Zum Profiling gehört, dass ein IHK-Team in allen Berufsschulen die 17 „Flüchtlingsklassen“ im 2. Jahr besucht. Dort werden von allen jungen Flüchtlingen Profile erstellt, die Fähigkeiten und Neigungen erfassen. Im zweiten Schritt generiert die IHK Praktikums- und Ausbildungsplätze und vermittelt die jungen Menschen auf die passenden Stellen. Mit diesem Modell haben bereits 60 Flüchtlinge in Schwaben eine Ausbildung begonnen.

„Der Beginn einer Lehre ist ein Anfang. Doch wirklich erfolgreich sind wir dann, wenn die jungen Leute die IHK-Abschlussprüfung bestehen“, betont Peter Saalfrank. Daher startet die IHK Schwaben das Projekt „Stark in der Ausbildung II“, das die Begleitung der Flüchtlinge während der Lehre umfasst. Im Pilotprojekt „Stark in der Ausbildung“ ging es generell um Auszubildende mit Förderbedarf. Jetzt wird der Fokus auf Flüchtlinge gelegt. Mit den Partnern infau-lern/statt GmbH und der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg erhalten die teilnehmenden Auszubildenden Unterstützung von sozialpädagogisch geschulten Ausbildern, aber auch individuelle Sprachförderung. „Diese Ausbildungsbegleiter helfen den Ausbildern in den Betrieben dabei, dass Flüchtlinge ihre Ausbildung meistern und sich nachhaltig in die hiesige Arbeitswelt integrieren“, so Saalfrank.


Mehr Informationen zu Flüchtlingen in Ausbildung finden Sie unter
www.schwaben.ihk.de/fluechtlinge
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