„Halber Ausstieg“

Pressemitteilung von .ausgestrahlt

AKW-Moratorium endet mit Teil-Erfolg für Anti-Atom-Bewegung. Langer Weiterbetrieb von neun Reaktoren wird zu neuen Protesten führen.

Die sieben Moratoriums-Meiler und das Pannen-AKW Krümmel sollen endgültig stillgelegt werden. Das war zu Beginn des dreimonatigen Moratoriums nicht absehbar. Zuerst wollte die Kanzlerin nur Zeit gewinnen.

Doch in dieser Zeit kam es zu den größten Massenprotesten in der Geschichte der Anti-AKW-Bewegung: Am 26. März demonstrierten 250.000 Menschen in vier Städten, am 25. April gingen 140.000 an den AKW-Standorten auf die Straße, am 28. Mai beteiligten sich 160.000 Atomkraftgegner an Demonstrationen in 21 Städten. Und dazwischen beteiligten sich Zehntausende jeden Montag an Mahnwachen in mehr als 400 Orten.

Ohne die anhaltenden Proteste hätte die Regierung anders entschieden.

Doch wir Atomkraftgegner können unser Engagement noch nicht beenden. Denn die restlichen neun AKW sollen größtenteils noch mehr als zehn Jahre – über drei Bundestagswahlen hinweg – weiterlaufen. Aller Wahrscheinlichkeit nach bedeutet dies, dass über den Zeitpunkt ihrer Stilllegung irgendwann in Zukunft neu entschieden werden wird. Das haben wir beim rot-grünen Ausstiegsbeschluss vor zehn Jahren schon einmal genauso erleben müssen. Faktisch gibt es also nur einen halben Ausstieg.

Die Atompolitik der Bundesregierung führt nicht zum schnellstmöglichen Ausstieg, sondern zu einer langandauernden Fortsetzung der Gefahren für die Bevölkerung in diesem Land. Dem werden wir uns weiter widersetzen.

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die AtomkraftgegnerInnen darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen.

Quelle: www.ausgestrahlt.de

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