Erklärung der Seniorenunion Augsburg zur Rentenentwicklung

Erklärung der Seniorenunion der CSU Augsburg zur Rentenbewertung:
Augsburger Seniorenunion sorgt sich um die Rente ihrer Kinder und Enkel
(oH). Die Situation der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) ist besorgniserregend.
Jeder Fachmann weiß, dass das derzeitige Rentensystem spätestens von unseren Enkeln mit einem akzeptablen Beitragssatz für eine auskömmliche Rente nicht mehr auf Dauer zu finanzieren ist.
Bei der Frage der Sicherheit und Bezahlbarkeit der Renten spielen neben dem Verhältnis von Arbeitsfähigkeit und Ruhestand die Produktivitäts- und Wirtschaftsentwicklung sowie die Arbeitszeitentwicklung und Verteilungsfragen eine entscheidende Rolle.
Wir fordern, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fair am Produktivitätsfortschritt teilhaben zu lassen. Das bedeutet auch die Besinnung auf die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft und die damit verbundene gerechtere Verteilung des Produktivvermögens. Deshalb ist neben der gesetzlichen Rentenversicherung die betriebliche und private Vorsorge zu fördern, wodurch die Arbeitnehmer und künftigen Rentner am Produktivkapital zu beteiligen sind und damit eine zweite Einkommenssäule aufbauen.
Wir bekennen uns zur Lebensarbeitszeitverlängerung adäquat zur Entwicklung der Lebenserwartung. Wir regen einen gleitenden Übergang in den Ruhestand an durch individuelle Reduzierung der Arbeitszeit. Wer 45 Beitragsjahre vorweisen kann, soll abschlagsfrei in den Ruhestand gehen können, gleichgültig in welchem Lebensalter. Er soll aber auch solange weiterarbeiten können, wie er möchte und kann, auch durch vermehrte Teilzeitarbeit und Teilzeitrente.
Die nicht beitragsgedeckten - „versicherungsfremden“ – Leistungen der GRV müssen durch den Steuerzuschuss zu 100 % gedeckt werden.
Dies gilt besonders für die „Mütterrente“ als gesamtgesellschaftliches Projekt.
Wir begrüßen die „Mütterrente“ als ersten kleinen Schritt in die richtige Richtung, kritisieren sie aber als Stückwerk statt einer längst fälligen grundlegenden Besserstellung der Familien mit Kindern in der GRV.
Wir fordern eine angemessene Familienkomponente bei Beitragsfestsetzung und Rentenbewertung in der GRV, weil die GRV seit Anbeginn die Leistung von Müttern und Vätern unzulänglich berücksichtigt.
Wir treten ein für den Erhalt der Hinterbliebenenrente als integralem Bestandteil der GRV.
Wir fordern von der Politik das ausdrückliche Bekenntnis zum umlagefinanzierten solidarischen Rentensystem. Solidarität im Rentensystem ist eine der Klammern des Zusammenhalts unserer Gesellschaft.
Gleichzeitig ist eine langfristige und ehrliche Analyse der GRV unter der Perspektive bis 2050/60 vorzunehmen und eine grundlegende Reform der Altersvorsorge mit neuen Finanzierungsformen über den schlichten Beitragssatz zur GRV vom Arbeitslohn hinaus zu diskutieren und dann auch umzusetzen.

Beschluss des Vorstands der Seniorenunion Augsburg am 25.05.2016
F.d.R.d.A.
Kurt Aue
Max Weinkamm

Heinrich Bachmann
Bezirksvorsitzender
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gdh portal aus Brunnen | 26.05.2016 | 23:26  
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