„Danke Kolping! Deutschland ist jetzt meine Heimat.“

Die Kolping Akademie baut ihre Betreuungsprojekte für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Schwaben im Herbst auf zehn Wohngruppen aus.
Wie schafft es die Kolping Akademie, den Jugendlichen schnell deutsch beizubringen, ihnen berufsbegleitende Praktika zu vermitteln und sie in Ausbildung zu bringen? Und wie sehen Flüchtlinge das Ganze?

Die Kolping Akademie behält als führender Dienstleister in Schwaben bei der Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge den Menschen als Individuum im Blick. Für die Kolping Akademie sind es schlicht Jugendliche, die Hilfe benötigen.

Glück gehabt?
Wenn man sich einmal mit einem jungen Afghanen unterhält, der mit knapp 18 Jahren allein nach Deutschland kam, weil sein Vater, seine Mutter, sein Onkel – einfach seine ganze Familie im Krieg ums Leben kam, sieht man manches ein bisschen anders. Man kann dann schon wütend werden, wenn dieser junge Mensch landläufig als Wirtschaftsflüchtling oder Asylmissbraucher diffamiert wird. Er wurde zur falschen Zeit am falschen Ort geboren – die meisten von uns hatten einfach mehr Glück!


Die jungen Flüchtlinge sind meist hochmotiviert, möchten eine Schule besuchen, eine Ausbildung machen und in Deutschland arbeiten. Ihre Chance, in Deutschland bleiben zu dürfen, ist sehr hoch. Die Kolping Akademie hilft diesen jungen Flüchtlingen von Anfang an dabei, deutsch zu lernen und in Deutschland Fuß zu fassen. Sie arbeitet dafür sehr eng mit den Gemeinden, regionalen Verbänden, Vereinen und vielen Ehrenamtlichen zusammen, um die Jugendlichen in ihrem Wohnort in die Gesellschaft und ins Ausbildungs- oder Arbeitsleben zu integrieren.

Die Kolping Akademie als Ersatz-Familie
Der junge Afghane steht kurz davor, eine Ausbildung als Friseur zu beginnen. Dank der Betreuung durch Mitarbeiter der Kolping Akademie blickt er zuversichtlich in die Zukunft. Die Betreuung umfasst 24 Stunden an sieben Tagen der Woche und der junge Mann nennt seine Betreuerin bei der Kolping Akademie nach unzähligen und stundenlangen Gesprächen in der Zwischenzeit Mama, ihre Kollegen sieht er als seine Familie an. Er hat für sich eine neue Familie aufgebaut und ist dankbar für die Chance, die er in Deutschland erhalten hat. Er sagte kürzlich: „Ich möchte anderen Flüchtlingen mit meiner Geschichte Mut machen. Sie können es auch schaffen. Ich möchte Deutschland etwas zurückgeben und arbeiten. Danke Kolping! Deutschland ist jetzt meine Heimat.“

Ausweitung der Wohnprojekte
Für die Kolping Akademie sind diese Sätze Lohn und Ansporn zugleich, auch weiterhin auf die schnelle Verselbständigung und berufliche Integration der ihr anvertrauten Flüchtlinge hinzuarbeiten. Die Kolping Akademie plant momentan in Zusammenarbeit mit den örtlichen Jugendämtern und den Regierungen von Schwaben und Oberbayern weitere Wohnprojekte in den Landkreisen Augsburg, Dillingen, Donau-Ries, Ober- und Unterallgäu, Fürstenfeldbruck und Weilheim sowie die Verdoppelung der Kapazität in den bestehenden Wohngruppen in Kaufbeuren und Memmingen.
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