Agentur für Arbeit holt die Kolping Akademie für ihre Modellprojekte zur Integration von Asylsuchenden ins Boot.

Teilnehmer des Projekts Via Spera der Kolping Akademie in Memmingen bei der Gruppenarbeit.

Die Kolping Akademie führt als Partner der Agentur für Arbeit die inhaltsgleichen Modellprojekte start.de in Donauwörth und Via Spera in Memmingen und Kaufbeuren durch. Die Modellprojekte dienen der Integration von Asylbewerbern in die Arbeitswelt.

Augsburg. Die Kolping Akademie arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich mit der Agentur für Arbeit zusammen. Deshalb baut die Agentur für Arbeit auch bei den aktuellen Modellprojekten zur beruflichen Eingliederung von volljährigen Asylbewerbern auf ihren bewährten Partner.

Die Kolping Akademie in Donauwörth führt im Auftrag der Agentur für Arbeit derzeit das Modellprojekt start.de durch. Bei diesem Projekt werden die 36 Kursteilnehmer darauf vorbereitet, sich in der Arbeitswelt zurechtzufinden. Um die Asylbewerber an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt heranzuführen, erhalten sie im Rahmen des Modellprojektes eine berufliche Orientierung und Einblick in die Arbeitswelt. Ihnen werden fachspezifische berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt und Vermittlungshemmnisse werden beseitigt.
Konkret lernen die Asylbewerber beispielsweise, wie man eine Bewerbung verfasst und ein Bewerbungsgespräch führt. Einmal wöchentlich sind die Teilnehmer in den kolping-eigenen Werkstätten tätig, an den anderen Tagen findet regulärer Unterricht statt. Die sechsmonatige Maßnahme beinhaltet neben der Schule zwei Praktika in Unternehmen, worauf die Teilnehmer sprachlich mit entsprechendem Fachvokabular vorbereitet werden.
In Memmingen wurde ein inhaltsgleiches Projekt unter dem Namen Via Spera bereits erfolgreich durchgeführt. Dort startete jetzt die zweite Runde, zusätzlich wird Via Spera auch in Kaufbeuren durchgeführt. Eine Ausweitung auf weitere Standorte ist geplant.
Die Kolping Akademie ist nicht nur bei der Integration volljähriger Asylsuchender wichtiger Partner der Agentur für Arbeit, sondern auch bei Integrationsprojekten mit Minderjährigen:
Im Jahr 2014 startete die Kolping Akademie in Kaufbeuren ihr erstes Projekt für 10 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF). Sie arbeitete dabei damals wie heute auf die schnelle Verselbständigung und berufliche Integration der ihr anvertrauten Flüchtlinge hin. Die Kolping Akademie bietet momentan knapp 160 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in neun Projekten in Kaufbeuren, im Oberallgäu und in Memmingen, in Dinkelscherben, Dillingen und Weilheim ein Zuhause. Besonders wichtig ist es der Kolping Akademie bei derartigen Wohnprojekten, dass die Beschulung der jungen Flüchtlinge sichergestellt ist. „Für ein reines Wohnprojekt, bei dem die schulische Betreuung nicht gewährleistet ist, sind wir nicht zu haben“, stellt Frank Jelitto, stellvertretender Geschäftsführer der Kolping Akademie, klar. „Wir sind Partner der Berufsschulen, der Arbeits- und Jugendämter. Gerade was die Berufsintegrationsklassen in Bayerisch-Schwaben betrifft, arbeiten wir eng mit den Berufsschulen zusammen und betreuen 33 der etwa 50 Klassen mit zusätzlichen schulischen Angeboten. Wir sind führender Dienstleister auf diesem Gebiet.“ Die Kolping Akademie macht jungen Flüchtlingen überdies tagesstrukturierende Angebote.
Genau wie Adolph Kolping vor 200 Jahren liegt der Kolping Akademie auch heute die Bildung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen besonders am Herzen. Die Kolping Akademie und ihre Einrichtungen an 30 Standorten in Bayerisch-Schwaben unterrichten pro Jahr mehr als 15.000 Menschen in über 500 Kursen, Maßnahmen und Lehrgängen. Hinzu kommt das verstärkte Engagement in der Flüchtlingsarbeit.
Geschäftsführerin Ursula Straub ist sich sicher, dass Adolph Kolping die erfolgreiche Arbeit der Kolping Akademie schätzen würde. „Wir stehen sehr stark hinter den Werten und dem Ansinnen unseres Namensgebers und ich bin überzeugt, dass wir in seinem Sinne arbeiten.“
Adolph Kolping (8.12.1813–4.12.1865) starb vor genau 150 Jahren. Bei seinem Tod gab es 418 Gesellenvereine mit 24.000 Mitgliedern. Die Wurzeln der Kolping Akademie in der Diözese Augsburg reichen zum Katholischen Gesellenverein Augsburg zurück, den Adolph Kolping am 26. April 1852 im Kleinen Goldenen Saal in Augsburg offiziell gründete.
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