100 Prozent sind 300 Prozent sagt die Kanzlerin - die Kunst des richtigen Rechnens und auf ein paar Prozent kommt es auch nicht an

So hätte Adam Riese nicht gerechnet
Riesengroß die offiziell-politische Betroffenheit in der EU, als letzte Woche auf einen Schlag vermutlich (und ziemlich wahrscheinlich) so 700 Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa im Mittelmeer erbärmlich ertrinken mussten.
Der EU-Sondergipfel, eiligst einberufen, brachte überraschende Ergebnisse: die EU-Mittel für die Rettung der Flüchtlinge werden verdreifacht, auf über 100 Mio. Euro im Jahr!
Und Großbritannien, einst Herrscher über alle Weltmeere, schickt zusätzlich ein, zwei Kriegsschiffe ins Mittelmeer, um Flüchtlinge nur an Bord aufnehmen und im nächstgelegen EU-Land wieder abliefern zu können. Generös genug.

Ja, und wie war es gleich noch mit der Gleichung 100 = 300? Ganz einfach! Italien hatte für das Flüchlingsrettungsprogramm Mare Nostrum im Mittelmeer 100 Mio. Euro im Jahr aufgewendet. Als es damit überfordert war und die EU um Mithilfe bat, wurde das Projekt Triton für 30 Mio. Euro im Jahr aufgelegt.

Das stolze Ergebnis des EU-Sondergipfels (keine Ahnung wieviele Millionen der gekostet hat) war, dass das Rettungsprogramm wieder bei gut 100 Mio. Euro im Jahr liegen soll.

Aus 100 Millionen mache 30 Millionen, sprich 70 Prozent Einsparung, dann erhöhe wieder auf 100 Millionen macht über 300 Prozent mehr an Mitteln für die Rettung von Flüchtlingen. So einfach ist das.

Merke: Auch auf den jeweiligen Standpunkt kommt es an!

Und: Bei über 500 Mio. Einwohnern der EU kommen auf jeden EU-Bürger dabei unglaubliche 0,20 Euro.

Das würden sich bestimmt auch die ärmsten Griechen leisten wollen.
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 26.04.2015 | 02:56  
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