Akita Inu - Japanisch für Fortgeschrittene
Wer mit einem Akita durch die Straßen läuft, der fällt auf. Ob er will oder nicht. Und meistens kommt man um ein paar erklärende Worte zur Rasse nicht drumherum - außer man ignoriert einfach die häufigste Frage der Hundefans: Ist das ein Husky?
Nein. Weder ein sibirischer Husky, noch ein Alaskan Husky und auch kein Husky-Mix.
Mit dem Namen "Akita" können nur die wenigsten etwas anfangen. Das ist nicht weiter erstaunlich, denn erst seit relativ kurzer Zeit findet man diese Rasse auch vermehrt in Europa.
Zur Herkunft:
Der Akita Inu zählt, genauso wie der Chow Chow oder der Samojede, zur Gruppe der "Spitze und Hunde vom Urtyp" (FCI). Damit ist er also - immerhin - ein sehr entfernter Verwandter vom Husky. Von diesem unterscheidet er sich jedoch vor allem charakterlich.
Inu oder auch ken bedeutet in der japanischen Sprache Hund. Akita" ist eine Präfektur im Norden Japans. Der Akita Inu ist also ein Hund aus der (im Winter schneereichen) Region "Akita".
Man vermutet, dass es sich bei dem japanischen Akita um eine sehr alte Rasse handelt. Bei Ausgrabungen an neolithischen Lagerstätten fand man Knochen und Schädel von Hunden aus dem Zeitraum um 5.000 v. Chr. Aus diesen Nippon Inu genannten Hunden haben sich wahrscheinlich die japanischen, spitzartigen Hunde entwickelt. Schon zu Zeiten des 5. Shoguns galten diese Hunde als Statussymbol. Das Verletzen oder Töten eines Hundes konnte mit Gefängnis oder gar mit dem Tode bestraft werden.
Seit 1931 verehrt man den Akita als "Naturdenkmal Japans" - als erste von sieben typisch japanischen Hunderassen. Er gilt als Glücksbringer und als Symbol für Gesundheit und Fruchtbarkeit. So ist es in Japan üblich, Kranken, Hochzeitspaaren und neugeborenen Kindern kleine Akita-Figuren zu schenken.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Rasse in zwei unterschiedlichen Linien weiter: dem japanischen "Akita Inu" und dem "American Akita" (vormals "Great Japanese Dog" - Großer Japanischer Hund) . Der amerikanischen Typ wirkt größer und kräftiger als der japanische. Und er erlaubt eine schwarze Maske und schwarze Abzeichen. Seit 2000 wird er vom FCI als eigenständige Rasse geführt.
Charakter:
Der Akita ist ein selbstbewusster Hund mit einem meist stark ausgeprägtem Jagd- , Wach, und Schutztrieb. Er ist sehr ruhig und bellt nur ganz selten. Mit anderen Hunden kann er recht ruppig sein - Kynologen sprechen hier von angeborener Dominanz. D.h. er akzeptiert andere Hunde erst dann, wenn sie sich ihm klar unterordnen. Im Gegensatz zum Husky ist er damit für eine Rudelhaltung denkbar ungeeignet. Und selbst die paarweise Haltung setzt gegenseitige Sympathie der Hunde voraus.
Früher wurde er im Doppelpack vor allem für die Jagd auf Bären und Wildschweine eingesetzt. Interessanterweise hatte dabei das Weibchen den Part des tödlichen Kehlbisses! Im Gegensatz zu anderen Hunden jagt der Akita jedoch völlig lautlos. Die meisten Feld- und Wiesen-Jäger werden an solch einem Hund damit kaum ihre Freude haben. Ansonsten hat er sich auch als Polizei-, Rettungs-, Lawinensuch-, Arbeits-, Lasten- und Blindenhund bewährt - ein intelligenter Hund "für alle Fälle".
Berüchtigt sind Akitas allerdings für ihren sprichwörtlichen Dickschädel. Ein Akita tut etwas entweder freiwillig - oder gar nicht. D.h. er "gehorcht" nicht, sondern tut seinem Menschen einen Gefallen und das meistens nur, wenn es sich auch für ihn lohnt. Ungeduldige Choleriker werden an diesem Hund keine Freude haben. Ein Akita versteht sich nicht als hündischer Untertan, sondern als Freund und Begleiter. Voraussetzung dafür ist gegenseitiger Respekt - und natürlich Sympathie. Menschen, die der Akita nicht mag, werden von ihm schlichtweg ignoriert.
Trotz aller Freundschaft darf die Rangordnung in der Erziehung eines Akitas niemals vernachlässigt werden. Er benötigt eine konsequente, aber immer freundliche und zwangfreie Führung. Wenn er schon als Welpe in die Familie integriert wurde, ist er ein wunderbarer Familienhund.
Zu einem Mythos wurde der japanische Akita jedoch durch seine unglaubliche Treue:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hachikō
Interessante Internet-Seiten zum Akita:
Allgemeines:
Japanischer Akita: http://de.wikipedia.org/wiki/Akita_Inu
Amerikanischer Akita: http://de.wikipedia.org/wiki/Great_Japanese_Dog
Notfelle - diese Akitas suchen dringend ein neues Zuhause: http://www.akita-in-not.de
Akita-Geschichten von dem "Superfrauchen" (RTL II) Gaby Kaiser: http://www.akitainu.de/Startseite.html
Bücher über Akitas:
"Japanisches Lächeln auf vier Beinen. Hundegeschichten über die nordische Rasse Akita":
http://www.akita-buch.de/index.html
und zwei Bücher in einem: "Akita": die erste deutschsprachige Ausgabe eines japanischen Akita Buches, © Japan Kennel Club + "Akita,
ein faszinierender Japaner" 3. überarbeitete Auflage, von Angelika Kammerscheid-Lammers:
http://www.akitabuch.com/
Zur Entstehungsgeschichte der Rasse: http://www.skas-cssa.ch/Rassen/akita.html
Über asiatische Spitze: http://www.skas-cssa.ch
Erziehung, Züchter usw.: http://www.akita.de/frames.html
Interessantes Hundeforum für Hundehalter in und um Augsburg:
http://www.hund-in-augsburg.forumieren.de/



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