Vokaler Sinnesrausch aus Licht und Liedern: Die Erfolgsformation Cash-n-go sorgt mit farbenfrohem A Capella-Spektakel für ausverkauften Bürgersaal

Cash-n-Go füllt den Bürgersaal bis auf den letzten Platz

Der „Super Trouper“ erstrahlt im magischen Grün, „Major Tom“ schwebt durch eine feuerrote Lichterwelt und die „Computerliebe“ zeigt ihr kühles NDW-Gesicht im beklemmenden Blau. Was sich anhört wie ein psychodelischer Rausch der Sinne, war nichts Geringeres als das neue Bühnenprogramm von Cash-n-go im ausverkauften Stadtberger Bürgersaal. Und wie eine Droge wirkte dieses Konzert in der Tat auf das hypnotisierte Publikum: Ohne Instrumente und nur mit ihren Stimmen bewaffnet stürmte die A Capella-Formation die Bühne, um die Gäste ganze drei Stunden lang mit Songs aus einem Jahrhundert Musikgeschichte zu unterhalten und dabei pausenlos kreischende Beifallsstürme zu ernten. Der charmante Esprit von Johannes Heesters fand sich ebenso im Repertoire wie die Gemütlichkeit von Balu dem Bären oder die zeitlosen Welthits der schwedischen Kultpopper von ABBA. Ob Harfe oder Horn, Schlagzeug oder Susafon – Die „Instrumente“ wurden auch in gehobeneren Klassikkompositionen authentisch in Szene gesetzt – gesungen, nicht gespielt. Alles wurde auch visuell ins rechte Licht gerückt: Bei jedem Beitrag verwandelte sich stimmungsvoll die Beleuchtung des Raumes und ließ die Gesangseinlagen immer wieder mit neuen Farbenklängen verschmelzen. Und wer Cash-n-go kennt weiß, dass die sechs jungen Ausnahmetalente immer auch eine gehörige Portion Humor verschießen – sei es mit ihren quakenden Nasenflöten bei „Stairway to Heaven“, ihrer eigenwilligen maritimen Musikmischung aus Wickie und Village People, oder mit akademischen Erziehungskonzepten in Mundart-Pädagogik („Wenn d’Kinder net schlafen können, hilft Schweigen der Lämmer oder Sleepy Hollow!“). Als wirkliche Kinderfreunde outeten sich die Vokalkünstler aber dann dennoch: Damit auch die Kleinsten der Gäste immer den Überblick behalten, wurden diese gleich direkt mit auf die Bühne geholt und erhielten beim bayerischen „Bierzelt-Medley“ zudem noch eine professionelle Schunkelanleitung gratis dazu. Dass die Zugabe am Ende seit Jahren die selbe ist, ist nicht etwa eine unoriginelle Monotonie, sondern ein unverzichtbares Muss: Die flötenden Wimmerstimmen von „Staying Alive“ hatten selbst die Bee Gees nicht besser durch ihre goldenen Disco-Kehlen gesogen! Cash-n-go wird jedenfalls noch lange Zeit „am Leben bleiben“, denn ihre Shows sind legendär. Immer spritzig, immer ehrlich – und einfach gnadenlos gut!

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