Spannende Musikrevue auf majestätischen Instrumenten - Zitherverein Bavaria Augsburg präsentiert Klassik, Folk und Blues
Nicht etwa heimatliche Hausmusik stand im Mittelpunkt dieses aufregenden Konzertes vom Zitherverein Bavaria Augsburg im Bürgersaal. Die majestätischen Instrumente sind stattdessen zu einem sinnlichen Streifzug durch Klassik, Folk und Blues aufgebrochen. Mit den Alt-Wiener Tanzweisen versetzten die Spieler das Publikum in die kaiserliche Donaumonarchie, mit „Sigurd und die Trollbraut“ dagegen tief ins norwegische Gebirge. Mit der Unterstützung von Hackbrett, Geigen und Gitarren gelang es dem Ensemble, ein weites Feld an anspruchsvoller Klassikliteratur, aber auch an populären Melodien abzudecken. Durch das abwechslungsreiche Programm führte Monika Müller, die mit witzigen Anekdoten für zahlreiche Lacher im Publikum sorgte. So erfuhren die Zuschauer, was der sparsame Schwabe zu einer Fliege im Bierglas sagt („Ausspucka’! Aber alles!“) oder wie der romantisch veranlagte Vater dem Kinde den Nachthimmel erklärt („Des san halt jetzt nur die Stern’ vom Landkreis Kempta’-Oberallgäu!“) Nach der Pause verwandelten die Musiker die ehrwürdigen Zithern dann kurzerhand in Folk- und Blues-Instrumente: In „The Lonely Sheperd“ wurden die üblichen Panflötenklänge durch edle Saitenmusik ersetzt, in der „Backyard Ballad“ dagegen dominierten eher swingende Rhythmen das Konzertgeschehen. Ein vielseitiges Repertoire mit einer höchst ungewöhnlichen Stückeauswahl hat an diesem Abend den Zauber der Zither zu neuem Glanz erweckt. Die Bühnenkünstler haben gezeigt, dass sich traditionelle Heimatinstrumente auf wunderschöne Weise auch moderneren und populären Kompositionen verschreiben können.


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