Sonderausstellung „Das Grüne Dach Europas“ im Naturmuseum

Hochebene von Knijezi Plane (Fürstenhut) im Nationalpark Sumava (Foto: Berndt Fischer)
 
Kämpfende Hähne bei der Birkhahnbalz (Foto: Berndt Fischer)
Vom 14. Januar bis 13. März ist die Sonderausstellung „Das Grüne Dach Europas“ im Sonderausstellungsraum des Naturmuseums
(3. Stock, Eingang Ludwigstraße 14)
zu sehen. Gezeigt wird eine Foto-Dokumentation des größten Waldgebiet Europas mit Aufnahmen des renommierten Naturfotografen Berndt Fischer. Die Ausstellung ist geöffnet von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist im Museumseintritt enthalten.

Der Oberpfälzer Naturfotograf Berndt Fischer versteht es wie kaum ein anderer mit seinen Ausstellungen, Bildbänden und Multivisionsvorträgen das Publikum von seiner Herzensangelegenheit, dem Schutz unserer Naturlandschaften, zu überzeugen. Mit seinen atemberaubenden Naturaufnahmen wilder Tiere, Pflanzen und Landschaften begeistert Fischer Groß & Klein für den Erhalt der Natur. Nachdem er sich mit seinem Vortrag über das größte Waldgebiet Europas bereits im November 2015 vorgestellt hatte, präsentiert Berndt Fischer im Naturmuseum auch seine gleichnamige Fotoausstellung “Das Grüne Dach Europas“.


Hintergrund zur Ausstellung

Die waldbedeckten Mittelgebirge Nordostbayerns und Tschechiens stellen das größte Waldgebiet Europas dar. Von dessen Flussniederungen bis zu den Gipfelregionen finden sich alle Waldzonen der kühl gemäßigten Zone. Beide Parks zusammen haben für den europäischen Naturschutz eine außergewöhnliche Bedeutung, handelt es sich doch um das größte zusammenhängende und geschützte Waldgebiet Europas. Der vor 25 Jahren erstmals aufgetauchte Begriff vom „Grünen Dach Europas“ ist inzwischen zu einem Markenzeichen dieser Region geworden.

Der Tier- und Naturfotograf Berndt Fischer widmete dem „Wald“ einen eigenen Bildband, „Das Grüne Dach Europas“. Er zeigt die landschaftlichen Besonderheiten des ehemals unzugänglichen Grenzraums vom Fichtelgebirge bis zum Dreiländereck bei Passau und der darin lebenden seltenen Tiere und Pflanzen in fotografischen Naturdokumenten. Dabei schweift der Blick von der Bergwelt aus Granit und Gneis über ausgedehnte Moore, Urwaldrelikte, Waldweiher und unberührte Flusstäler.

Die 30 Paneele der Ausstellung zeigen einen repräsentativen Querschnitt durch den natürlichen Reichtum des „Grünen Dachs“. In stimmungsvollen Aufnahmen und tiefen Einblicken sind die Schätze des tiefen Walds eingefangen: die vom Aussterben bedrohten Birkhühner des Böhmerwalds, die Fischadler der Oberpfälzer Teichpfanne, die Schwarzstörche aus den dunklen Nadelwäldern, blaue Moorfrösche und heimliche Kreuzottern, quicklebendige Marder und Hermeline. Ergänzt wird die Fotoausstellung durch eine Reihe von naturgetreuen Tierpräparaten aus dem biologischen Sammlungsbestand des Naturmuseums.

Zum Fotografen

Der für seine beeindruckenden Aufnahmen mehrfach ausgezeichnete Naturfotograf Berndt Fischer, 1949 in Amberg geboren, fotografiert seit 40 Jahren am liebsten Naturlandschaften und Tiere, aber auch Städte und Menschen. Einem dreijährigen Aufenthalt in Paris folgte sein erster Bildband "Paris – Zauber einer Stadt". Seitdem hat er fünf weitere Bildbände und zahllose Reportagen über die fränkische Wahlheimat und Fotoreisen auf vier Kontinenten verfasst.

Als Alt-68er war er zeitlebens auch politisch aktiv und versteht seine Fotografie, zu der er als Autodidakt gekommen ist, als Mittel des Kampfs gegen die fortschreitende Naturzerstörung. Zitat: „Mein Dilemma ist es, dass ich heutzutage mit der Kamera Landschaften hinterher renne, die es überhaupt nicht mehr gibt,…“

Text: Stadt Augsburg


Wann: 14. Januar - 13. März
Wo: Naturmuseum, Ludwigstraße 14, Augsburg
Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag, 10:00-17:00 Uhr
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1 Kommentar
19.609
Katja Woidtke aus Langenhagen | 07.02.2016 | 13:18  
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