ProKapsogo bringt Hilfe direkt vor Ort nach BaringoCounty Kenia

     

Besuch in Baringo County 15.02. bis 26.02.2015




Teilnehmer: Max Lenz, Marketingleiter Hasenbräu, Heinz Rehberger, Feuerwehr Gersthofen,

Markus Kammerer, Leiter der Jugendfeuerwehr Gersthofen, Helmut Schuster, ADV Druck,

Gisela Zander, Düsseldorf, Klaus Schwenk Zoogaststätte Augsburg und Joshua Kandie, Kenia


Ziel der Reise war die Unterstützung des Bezirks Baringo County im Bereich Bildungs- und Gesundheitswesen und die Übergabe eines Buschfeuerwehrfahrzeugs an die Regierung von Baringo County. Insgesamt wartete ein straffes Programm auf uns.


TAG 1


Bereits am ersten Tag wurden wir vom Governeur von Baringo County (Ministerpräsident des Countys) herzlich empfangen. Nach unserem ausführlichen Gespräch, das in erster Linie die Gesundheitsvorsorge und das Bildungswesen in Baringo County zum Thema hatte, ließ er es sich auch nicht nehmen, uns fast den gesamten Tag auf unserer Tour zu begleiten.

Die zweite Station des Tages führte uns in das Krankenhaus von Baringo County. Hier wollen wir helfen, die insgesamt nach deutschen Verhältnissen schlechten Zustände zu ändern. Daher hatten wir bereits mit dem letzten Container moderne Krankenbetten mitgeschickt, welche die Situation der dort untergebrachten Kranken deutlich verbessern konnten. Bei unserem diesjährigen Besuch konnten wir uns vor Ort ein Bild der Veränderungen machen. Natürlich kamen wir auch diesmal nicht mit leeren Händen, sondern konnten dem Krankenhaus dringend benötigte Trolleys zur Verfügung stellen. In Gesprächen vor Ort wurde ein weiteres Mal deutlich, welch wichtiges Thema die Gesundheitsvorsorge für die Menschen von Baringo County darstellt und wie viel Entwicklungsbedarf noch immer vorhanden ist.

Am Nachmittag besuchten wir dann, die von ProKapsogo finanzierte Schwenk Mixed Day Secondary School in Kapsogo und überreichten dort unter anderem 2 nagelneue Laptops, verschiedene Fuß- und Handbälle und natürlich viele Lehr- und Lernmittel in Form von Heften, Schreibutensilien usw. Wie immer bereiteten unsere Mitbringsel große Freude und wir waren angetan davon, wie begeistert die Kinder über die Möglichkeit sind, eine Schulbildung erhalten zu können. Die Fortschritte, welche die Schüler dank der guten Arbeit der Lehrer vor Ort machen sind wirklich erfreulich.

TAG 2


Der zweite Tag unseres Besuches stand ganz im Zeichen der Schul- und Ausbildung.
Die Berufsschule in Kituru war unser erstes Ziel an diesem Tag..
Die Idee eines Austauschprogrammes von afrikanischen und europäischen Fachkräften hatten wir schon längst ins Auge gefasst. An Orten wie dieser Berufsschule wurde sie vollends zum Leben erweckt.
Wir von ProKapsogo möchten eine enge Zusammenarbeit des Regierungsbezirks Schwaben und Baringo County realisieren. Unter dem Motto „Train the Trainer“ sollen afrikanische Fachkräfte quasi als Hospitanten von der Kompetenz schwäbischer Ausbildungsstätten und Fachbetrieben profitieren. Die erlernten Fähigkeiten sollen dann in der kenianischen Heimat durch die geschulten Kräfte an weitere Arbeiter und Studenten weitergegeben werden.
Der Bezirk Baringo County steht vor einem der typischen Probleme afrikanischer Länder. Er verfügt zwar über die geeigneten Human Resources, nicht aber über ausreichend gute Ausbildungsmöglichkeiten. Daher werden Arbeiten und dringend benötigte Arbeitsplätze an ausländische Firmen, vor allem aus asiatischen Ländern outgesourced.

Dieser Missstand muss so bald und so nachhaltig wie möglich beseitigt werden.

Bereits jetzt, wenige Tage nach unserer Rückkehr können wir Erfolge in diesem Bereich vermelden. So werden einige Verwaltungsangestellte der Stadt Kabarnet in Gersthofen und ein kenianischer Arzt im Haunstetter Krankenhaus hospitieren können. Für dieses Projekt benötigen wir weiterhin eure finanzielle und ideelle Unterstützung.

Auch der Besuch einer weiteren großen Schule des Bezirks stand auf dem Programm. Die Herzlichkeit, mit der wir empfangen werden und ganz besonders das Leuchten in den Kinderaugen, wenn wir Lehrmaterial und Sportausrüstungen übergeben können ist immer wieder aufs Neue sehr bewegend.

Ebenfalls an diesem zweiten Tag wurde eine von uns in Betrieb genommene Wasserstelle besucht und wir stellten mit Freude fest, dass sie weiterhin voll funktionsfähig ist. Eine weitere Wasserpumpe von der Aichacher Feuerwehr gestiftet, übergaben wir einer Landfrauengruppe in einem Dorf in der Nähe Kabarnet. Diese wird in Zukunft helfen, weite Wege für die Frauen zu vermeiden.

Besondere Erwähnung soll auch die Übergabe der dringend benötigten Krankenbetten an das Krankenhaus in Kabarnet finden. Für die meisten Mitteleuropäer unvorstellbar, ist die Mehrfachbelegung von Krankenbetten in Kenia nicht selten und stellt Ärzte aber vor allem die Patienten selbst vor große Herausforderungen. Jedes einzelne Krankenbett, das wir übergeben können, stellt daher eine Erleichterung dar.

TAG 3


Unsere Tour durch Kindergärten und Schulen ging heute in die nächste Runde. Wir konnten mit unseren Geschenken so viele Kinder glücklich machen, dass es für uns alle eine riesige Freude und ein unvergessliches Erlebnis war. Die Herzlichkeit dieser Menschen ist unglaublich.

Wie wichtig die Arbeit von ProKapsogo für diese Region ist, wurde nicht nur durch die mediale Aufmerksamkeit (Fernsehberichte) offenbar, sondern unter anderem auch durch die Essenseinladung des Gouverneurs und seiner Minister, die wir selbstverständlich gerne annahmen. Diesen Anlass nutzten alle Beteiligten für Gespräche, die die Grundlage für eine vielversprechende Zusammenarbeit in Zukunft bilden. Unter dem Motto: „Entwicklungshilfe nicht nur durch materielle Unterstützung, sondern durch Erfahrungs- und Ausbildungsaustausch, vor allem im handwerklichen Bereich“, soll Schwerpunkt unserer zukünftigen Zusammenarbeit sein.

Außerdem besuchten wir an diesem Tag die hauptsächlich von uns finanzierte und noch im Bau befindliche Riwo Schule. Die Zuständigen erhielten 1.000€ für den Weiterbau und wir versprachen Ihnen bei Eröffnung als Spende die Schulbänke und Stühle und sonstiges Inventar für eine Schule, wie Schultafeln usw. zur Verfügung zu stellen

TAG 4



Ein Tag der Gegensätze, der uns alle zutiefst berührte.

Keiner von uns hatte bisher einen solchen Empfang erlebt, wie jenen, den uns die Menschen von Kabarnet an diesem Morgen bereiteten.

Wortwörtlich tausende von Menschen säumten die Straßen und jubelten uns zu, als wir das Buschfeuerwehrfahrzeug, durch die Feuerwehr Gersthofen generalüberholt, an den Gouverneur und seine Regierung übergaben. Es leistet nun an der Seite des ehemaligen Affinger und Gersthofer Dienstfahrzeuges seine wichtige Arbeit. Voll ausgerüstet,wird es vor allem bei den schweren Buschbränden in Zukunft helfen, Mensch und Natur zu schützen.

Geehrt und stolz nahmen wir bei diesem Event, stellvertretend für alle Beteiligten von ProKapsogo, die „Kenianische Verdiensturkunde“ vom Gouverneur entgegen.

Der Termin wurde ebenfalls dazu genutzt, die dringend benötigte Sägemaschine und einen Hochdruckreiniger zu übergeben.

Der zweite Termin an diesem Tage zählte für unsere Delegation wohl zu den ergreifendsten und bewegendsten Momenten dieser Reise.

Wir waren in der einzigen Schule für Gehörlose und Blinde in ganz Südostafrika eingeladen. Alleine die Tatsache, dass es tatsächlich die einzige Institution dieser Art weit und breit ist, macht deutlich, wie groß der Nachholbedarf der Region ist, was die Förderung gehandicapter Menschen und vor allem Kinder ist.

Selbstverständlich haben wir nicht nur Geld gespendet, sondern das Versprechen abgegeben, uns auch in Zukunft für diese Einrichtung einzusetzen.


TAG 5


Noch immer ergriffen von den Erlebnissen des Vortags, machten wir uns heute auf den Weg zum Baringo See und besuchten bei einer ruhigen Bootstour dessen Inseln. Dies bot uns die Gelegenheit die einzige Inselschule der Region zu besichtigen und die Schüler mit Süßigkeiten und Bällen zu beschenken.

Nachmittags führte unser Weg zu den Pogotts. Dieser Stamm gehört zu den ärmsten Afrikas. Es war uns daher ein besonderes Bedürfnis, sie mit Trinkwasser und dem Geld für das Nötigste auszustatten.


TAG 6


Der letzte Tag des offiziellen Programmteils hielt einen Besuch in zwei Kirchen in Baringo County für uns bereit. Der Glaube gibt den Menschen hier viel Kraft und auch die Musik ist ein wichtiger Bestandteil des kenianischen Alltags. Beiden Kirchen konnten wir jeweils eine Orgel spenden, die den Gottesdienstbesuchern in Zukunft viel Freude schenken wird.

Der Dorfjugend konnten wir besonders mit den von uns mitgebrachten Sportausrüstungen eine Freude machen.

Zuletzt besuchten wir noch Dörfer, die ohne jeglichen Anschluss an die Außenwelt leben. Um die dort herrschende Lebensmittelknappheit zu lindern, hatten wir einige Säcke Mais im Gepäck.

Auf unserer sechstägigen Hilfsmission konnten wir sowohl auf humanitärer, aber auch auf politischer Ebene wieder sehr viel erreichen. Allerdings zeigt uns jeder Besuch auch immer wieder aufs Neue, wie viel es noch zu tun gibt und welche Wege als nächstes beschritten werden müssen.

Wir sind auf eure Hilfe angewiesen, wenn wir etwas erreichen und den Bezirk Baringo County zu einer der fortschrittlichsten Regionen des Landes machen wollen.

Bereits am 09.03.2015 wird der nächste Container beladen und nach Kenia verschickt. Über Unterstützung in Form von Kleider- und Schuhspenden wären wir sehr dankbar.

Mehr Informationen findet Ihr auf unserer Homepage www.prokapsogo.de

Euer Prokapsogo Team
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 04.04.2015
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1 Kommentar
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Basti S. aus Aystetten | 05.03.2015 | 21:23  
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