Prävention geht alle an

Bild: Referentin Yvonne Oeffling (links) informierte die Teilnehmenden der Zusatzqualifikation „Prävention geht alle an“ umfassend zur Prävention sexueller Gewalt.
Augsburg: Landratsamt Augsburg | Insgesamt 34 Ehrenamtliche aus Vereinen und Jugendgruppen sowie Mittagsbetreuungskräfte befassten sich im Rahmen der Zusatzqualifikation „Prävention geht alle an“ in vier Seminarbausteinen mit dem Thema Prävention sexueller Gewalt. Veranstaltet wurde die Fortbildungsreihe von der Kommunalen Jugendarbeit im Landkreis Augsburg in Kooperation mit dem Kreisjugendring Augsburg-Land.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfuhren Basiswissen über sexuellen Missbrauch, Täterstrategien und präventive Vorgehensweisen. Sie setzten sich aber vor allem mit der Thematik im eigenen Arbeitsbereich auseinander: Welche Situationen in den täglichen Abläufen könnten zu Missverständnissen führen? Was bedeutet es, Grenzen achtend miteinander umzugehen? Wie kann der Schutz von Kindern und Jugendlichen gestaltet werden? „Für den Schutz der Kinder sind die Erwachsenen verantwortlich“, betonte Referentin Yvonne Oeffling von AMYNA e. V., einem Institut, das nachhaltig sexualisierter Gewalt gegen Mädchen und Jungen entgegen wirkt. Diese schützenden Aspekte müssen sowohl strukturell als auch in der pädagogischen Arbeit verankert sein und von kompetenten Erwachsenen begleitet werden. Dafür benötigen alle Verantwortlichen Klarheit und Sicherheit im Umgang mit Nähe und Distanz – Wie verhalte ich mich in heiklen Situationen professionell? – und fundierte Informationen, um im Ernstfall Hilfen einleiten zu können. Ziel ist es, dass sich potenzielle Täterinnen und Täter in der Institution nicht wohl fühlen bzw. kein leichtes Spiel haben und sexuelle Grenzverletzungen aufgedeckt werden.

Für die kindzentrierte Präventionsarbeit bekamen die Teilnehmenden zudem praktische Anregungen und Materialien an die Hand. Mit diesen können sie Kinder beispielsweise dazu anregen, ihre Gefühle auszudrücken und diesen auch zu vertrauen, sie über ihre Rechte als Kinder informieren und mit ihnen über Situationen des Alltags sprechen, in denen Grenzverletzungen auftreten können.
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