"Passagier 23": Sebastian Fitzek unterhält seine Fans in Augsburg

Sebastian Fitzek las in Augsburg aus seinem neuen Roman "Passagier 23" vor.
 
Während der Lesung nahm sich Fitzek immer wieder Zeit, um lustige Geschichten aus seinem eigenem Leben zu erzählen. Das Publikum konnte sich kaum Halten vor Lachen.

Autor Sebastian Fitzek rührt die Werbetrommel für seinen neuen Psycho-Thriller "Passagier 23", der es bereits an die Spitze der Charts geschafft hat. In Augsburg sprach er während einer Lesung über das Grauen auf einem Kreuzfahrtschiff, seine Ex-Freundin, die als Muse für so manchen Thriller diente und die Anfänge eines Schriftstellers.

Wie stellt man sich eigentlich einen Autor vor, der sein Publikum mit blutigen Geschichten und kranken Killern auf dem Papier versorgt? Als großen, hageren Mann mit hochgeschlagenem Hemdkragen und langem Mantel, der sich von einer bedrohlichen Aura nicht lösen kann? Oder dann doch eher als den filmreifen Außenseiter, der mit unruhigem Blick und zuckenden Finger aus der Ferne das Leben um ihn herum beobachtet, um sein nächstes Opfer zu finden – natürlich nur für das nächste Buch. Gestern Abend stellten die Besucher einer kleinen Lesung im Thalia in Augsburg fest: Sebastian Fitzek ist von all dem nichts. Dabei hat der 43-Jährige bereits bei vielen Lesern für schlaflose Nächte gesorgt und Deutschland mit seinen Geschichten einige neue Schauergestalten beschert. In seinem neusten Roman "Passagier 23" entfernen sich die Leser mit Fitzeks Hauptfigur Martin Schwartz aus der bekannten Hauptstadt und betreten das Deck der "Sultan of the Seas". Ein riesiges Kreuzfahrtschiff, das einem Mörder als Spielfeld dient.

Humor trifft auf Spannung

Sicherlich geht jeder mit verschiedenen Vorstellungen in eine Lesung. Die Hälfte davon hat Sebastian Fitzek gestern Abend womöglich über Board geworfen – zum Glück. Denn statt starr aus seinem Roman "Passagier 23" vorzulesen, legte der Autor das Buch immer wieder zur Seite und erzählte Geschichten, bei denen sich das Publikum vor Lachen kaum halten konnte. Jemand, der mit Fitzeks Romanen nicht vertraut ist, mochte in diesem Moment sicherlich nicht glauben, dass dieser Mann – ganz in Schwarz, wie der Johnny Cash der Literatur – für Psycho-Thriller zuständig ist. Mit reichlich Humor erzählt Fitzek darüber, wie ihm seine Ex-Freundin Gerlinde als Muse für so manche Roman-Idee diente. In seinem neusten Werk "Passagier 23" hat er sie in der schrulligen Rentnerin Gerlinde Dobkowitz verewigt, die seine Hauptfigur Martin Schwartz auf das Schiff lockt. Denn diese hat Beweise, dass auf dem Schiff nicht alles mit rechten Dingen vor sich geht.

Hilfreiche Tipps für Jungautoren

Neben unterhaltsamen Anekdoten, mit denen Sebastian Fitzek sein Comedy-Talent beweist, gab er einen Einblick in seine Gedankenwelt. Fans lernten die Ursprünge für die Idee „Passagier 23“ kennen, in denen sich der deutsche Autor dem Thema von vermissten Personen auf Kreuzfahrtschiffen widmet. Gänsehaut-Effekt vorprogrammiert! Gleichzeitig machte er allen Jungautoren und denen, die selbst irgendwann Romane schreiben wollen, Mut, gab Tipps für den Start und sprach von seinem eigenem, holprigen Start. Nach einem kleinen Frage-Antwort-Spiel inklusive Schiffe versenken, nahm sich Sebastian Fitzek ausreichend Zeit, um Bücher seiner Fans zu signieren und für Fotos zu posieren. Dabei entstand so mancher Plausch, der erneut vor Augen führte: Man muss zwar vor Fitzeks Killern und Psychopathen Angst haben, aber keinesfalls vor dem Autor selbst. Ein unvergesslicher und sehr amüsanter Abend in Augsburg. Ein großes Dankeschön an Sebastian Fitzek für seinen Besuch!
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1 Kommentar
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Rainer Bernhard aus Seelze | 04.12.2014 | 02:46  
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