Marokko-Projekt der Freien Waldorfschule geht in die nächste Runde

Impression vom Marokko-Projekt 2015
 
Impression vom Marokko-Projekt 2015
Augsburg: Freie Waldorfschule Augsburg | Das mehrfach ausgezeichnete Marokko-Projekt der Freien Waldorfschule Augsburg geht in die nächste Runde. Vom 16. bis 26. März reist eine Gruppe von 16 Schülern der Klassen 9 bis 11 ins marokkanische Had Kourt, wo man wieder gemeinsam mit marokkanischen Schülern arbeiten und lernen wird. Geplant sind folgende Aktivitäten: Eine Baugruppe wird einen Unterstand entlang der Außenmauer am Internat bauen, damit die in Schichten zum Essen gehenden Schüler sich beim Warten in Regen oder Hitze etwas schützen können. Eine weitere Gruppe wird Beete anlegen und Bewässerungsschläuche verlegen. Außerdem gibt es eine Theatergruppe, die das Begegnungsthema bearbeitet und aus den Biographien und Erfahrungen der Beteiligten etwas entwickelt, sowie eine Kunsthandwerkgruppe.
Es wird zwischen praktischer Arbeit und Austausch zum Begegnungsthema abgewechselt. Letzteres erfolgt so, dass die Teilnehmer schon im Vorfeld Beispiele sammeln, wie die Kultur der anderen über die Medien und sozialen Netzwerke abgebildet wird. Das wird dann unter Berücksichtigung der beim letzten Mal Regeln gemeinsam gesichtet, es findet ein Austausch darüber statt, was im Idealfall zu einer Erweiterung und Korrektur der jeweiligen Bilder führt. In festen Tandems bringen sich die Schüler gegenseitig Arabisch und Deutsch bei und präsentieren ihre Ergebnisse beim Abschlussfest, wie auch die Workshops. Einmal wird eine Dorfschule auf dem Land besucht, wo kleinere Projekte realisiert werden wie Streichen, Baum pflanzen, Windspiele basteln etc.. Die beiden letzten Tage wird die Gruppe in Fès verbringen.
Aktuell beschäftigt sich die Marokkogruppe mit einem Spendenprojekt für einen Schüler der Partnerschule, der mit Klumpfüßen geboren wurde. In Marokko gibt es laut der Marokko-Projektleiterin Isabella Geier keine adäquate Hilfe für ihn. „Wir haben aber hier in Deutschland ein kinderorthopädisch-chirurgisches Team gefunden. Prof. Dr. med. A. T. Wild und Dr. med. Oliver Lembcke von der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Wirbelsäulentherapie der Donau-Ries Klinik in Donauwörth wären bereit, Ahmed umsonst zu operieren. Dieser war überglücklich, als er davon erfuhr. Als ich von einer Reise nach Marokko die Originale der Röntgenaufnahmen mitbrachte, stellte sich eine so massive Deformation beider Füße heraus, dass die Operation deutlich komplizierter wird als ursprünglich gedacht. Darum ist voraussichtlich ein Krankenhausaufenthalt von über 30 Tagen notwendig. Und das kostet. Dazu kommen die Flugtickets, und unter Umständen muss auch ein Übersetzer engagiert werden. Aber wir wollen es schaffen. Fast jede Klasse unserer Schule wird eine Aktion starten, einen Flohmarkt, einen Sponsorenlauf, ein Benefizkonzert etc., um einen Beitrag zu leisten“, so Isabella Geier. Das ganze Team wünscht sich, rund 12.000 Euro Spendengeld einzutreiben, damit Ahmed, der inzwischen Mathematik studiert, einmal richtig laufen, Fußball spielen, tanzen, klettern, rennen kann. Unter http://betterplace.org/p36392 läuft ein Spendenaufruf für Ahmed.
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