Laith Al-Deen bringt unveröffentlichte Songs zum Akustik-Konzert in Augsburg mit

Laith Al-Deen auf seiner "Live Acoustic Tour" im Spectrum Club Augsburg (1/2).
 
Laith Al-Deen auf seiner "Live Acoustic Tour" im Spectrum Club Augsburg (2/2).
Laith Al-Deen hat am Mittwoch im Rahmen seiner „Live Acoustic Tour“ in Augsburg Station gemacht. Ab 20:30 Uhr zog er gemeinsam mit seinen Musikern Frieder Gottwald (Bass), Ole Rausch (Gitarre), Tobi Reiss (Keyboard) und Dave Mette (Schlagzeug), rund 350 Zuhörer im Spectrum Club für zwei Stunden in seinen Bann. Unter den 15 Liedern befanden sich zwei noch unveröffentlichte Titel.

Mit „Alles unter diesem Himmel“ gefolgt von „Alles an dir“ begann Laith Al-Deen, der parallel zur musikalischen Unterstützung durch seine Band auch auf die eigene Gitarre und eine Rassel zurückgriff, das Konzert in Augsburg. Dann erzählte der 41-jährige Karlsruher, was er sich an dem Abend so wünscht: Interaktion an ein paar Stellen, Honold-Rufe auf Signal (die Antwort auf das Warum blieb er schuldig) und „Wenn jemand aus unerfindlichen Gründen auf die Bühne muss – haltet euch nicht zurück“. Die braven Bürger aus der Fuggerstadt, von denen kaum welche unter 30 Jahren gekommen waren, blieben zwar unten, kamen aber dennoch voll auf ihre Kosten. Denn die 15 gespielten Songs „aus gefühlt 40 Jahren“ (Laith) mit den eingängigen Texten und schönen Melodien überschritten die Länge auf dem jeweiligen Album meist deutlich, um nicht nur Laith' Stimme sondern vor allem auch den versierten Musikern Platz zu geben. „Ihr füllt den Raum gut aus“, lobte der Sänger die Akustik und später verdientermaßen auch noch die Verantwortlichen für Ton und Licht, die während des Auftritts einen sehr guten Job abgeliefert hatten.

Zweite Chance für Paare
Schon beim dritten Lied „Hör mir zu“ tobte sich Keyboarder Tobi Reiss kräftig aus und erntete Beifall für sein Solo. Nach „Die Liebe zum Detail“ malte Laith seinen Zuhörern verbal Urlaubsbilder in die Köpfe und unterstützte diese onomatopoetisch, ehe er mit Jan-Delay-Stimme den Reggae-Hit „Meilenweit“ zum Besten gab; mit ausführlichem „I don't like Reggae“-Songzitat. Im anschließenden Titel „Lass es los“ für das das kommende Album geht es mit gewohnter textlicher und musikalischer Stärke um einen Verwandten, der nicht mehr aus dem Haus und ans Telefon geht. „Leb den Tag“, „Mit mir“ und „Es wird nicht leicht sein“, wo jedes Instrument außer die Rassel auch mal solo unterwegs war, mündeten in die Kuschelphase. Wer bei „Dein Lied“ verpasst hatte, seinem Partner etwas Nettes zu sagen, bekam direkt im Anschluss eine fast sieben Minuten lange zweite Chance bei „Ich will nur wissen“. Um den Gänsehaut-Faktor in Laith' Stimme zu steigern, unterstrich ein Hall-Effekt passende Stellen, während die instrumentale Begleitung zurückgenommen wurden.

Erst das dritte Mal überhaupt auf der Bühne präsentiert wurde Laith Ankündigung zufolge die neue Nummer „Steine im Magen“. In dem Lied geht es dem Vernehmen nach um Miesmacher und Versagensängste - mit der Quintessenz „...doch ich bin wieder am Leben“ und einem ausgeprägten Fokus auf dem Refrain. „Bilder von dir“ bescherte Laith Al Deen den Durchbruch im Musikbusiness – im Spectrum Club läutete er damit das Konzertende ein. Mit den Zugaben entließen die fünf Musiker ihre Zuhörer mit „Jetzt, hier, immer“ und „Jedesmal“ zufrieden in die Nacht.
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