Kinder mit Förderbedarf entdecken mit Dampflock Elli das Fagott

Raphael Sirch (als Lokführer Kuno Sommerwind), Laurens Zimpel, Marco Scida, Fangcheng Xie und Johannes Stefaniak begeisterten das junge Publikum der Brunnenschule mit ihrem außergewöhnlichen Können und einem bunten Strauß fröhlicher Fagottmusik aus verschiedenen Epochen. Als Ensemble „fagotti parlandi“ geben sie viele Fagottkonzerte.
Fünf Musiker vom Leopold-Mozart-Zentrum für Musik in Augsburg bringen Schülerinnen und Schülern der Brunnenschule mit dem kindgerecht gestalteten Konzert „Elli, die Dampflokomotive“ ihr Instrument, das Fagott, näher. Unterstützt werden sie dabei von der Yehudi Menuhin Stiftung Live Music Now.
Kinder für klassische Musik und Instrumente zu begeistern ist gar nicht einfach. Es gar nicht erst zu versuchen, wäre aber ganz und gar nicht im Sinne des verstorbenen Stargeigers Yehudi Menuhin, dessen 100. Geburtstag in diesen Tagen gefeiert wird. In einer kurzweilig inszenierten Geschichte um die Dampflokomotive Elli sowie den Lokführer Kuno Sommerwind erfahren die Schüler des Förderzentrums Brunnenschule nicht nur, dass es - angefangen vom kleinen Fagottino bis hin zum großen Kontrafagott - unterschiedliche Fagotte gibt, sondern auch, was dieses Instrument alles kann. In diesem musikalischen Märchen machen sich Kuno Sommerwind und die außer Dienst gestellte Elli auf eine Traumreise, die sie über Königsbrunn quer durch Europa bis nach Amerika führt. Ob Verkehrslärm, Polka, Marsch, Tango oder eine gute Portion Jazz, an jeder neuen Station erklingt die passende Musik. Die Kinder sind begeistert. Nun wissen sie, dass „die beste Musik der ganzen Welt, der Jazz“, aus den USA kommt und in Spanien Tango getanzt wird. Das Thema wurde im Unterricht durch Lehrerin und Initiatorin Ursula Rottenfußer und ihre Kolleginnen aufbereitet.
Live Musiv Now (LMN) vermittelt die Grundüberzeugung des Stargeigers Yehudi Menuhin, dass Musik auch Therapie ist und verbindet sie mit der Förderung junger Künstler, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Die jungen, hochbegabten Musiker werden in ihren Auftritten erkennbar selbstsicherer und sammeln wichtige Erfahrungen für eine erfolgreiche Karriere. Musiker Raphael Sirch erklärt die ursächliche Motivation für sein Engagement: „Unsere jungen Zuhörer sind gefesselt von der Musik und werden beruhigt. Und von älteren Menschen mit Demenz kommt ein Lächeln zurück. Deswegen mache ich das, auch wenn es viele, anstrengende Auftritte sind.“ Seit Bestehen der LMN Augsburg im Jahr 2002 veranstaltete der Verein mehr als 600 Konzerte im Raum Augsburg. „Unsere Musik soll vor allem den Menschen zugutekommen, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht in Konzerte gehen können“, erzählt LMN-Vorstand Christa Boecker.
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