„Ich ersehnte viel, erhoffte wenig, begehrte nichts“ – Liebesbriefe von Goethe und Chopin
Schlossgaststätte Wellenburg: Liebesbriefe berühmter Paare aus Musik- und Literaturgeschichte
AUGSBURG (pm.) Am 27. Juli findet in der Schlossgaststätte Wellenburg eine Lesung von Liebesbriefen statt: Im Rahmen der von der Regio Augsburg Tourismus GmbH organisierten Konzertreihe „Die Fugger und die Musik“ wird aus Briefen zweier berühmter Paare der Musik- und Literaturgeschichte vorgetragen. Was Johann Wolfgang von Goethe & Christiane Vulpius sowie Frédéric Chopin & George Sand einander schrieben, untermalt romantische Klaviermusik. Beginn ist 16 Uhr, der Eintritt ist frei.
Im Vordergrund der Lesung in der Schlossgaststätte Wellenburg – das zu Beginn des 16. Jahrhunderts erbaute Schloss gehört bereits seit 1595 den Fuggern, die Schlossgaststätte feierte 2007 ihr 500-jähriges Bestehen – stehen Liebesbriefe, die Johann Wolfgang von Goethe und Christiane Vulpius austauschten. Das ungleiche Paar war 28 Jahre zusammen – davon zehn Jahre als Ehepaar. „Kleines Erotikon“, „liebe Kleine“ oder „lieber Hausschatz“ heißt es in den 354 von Goethe an Christiane Vulpius geschriebenen Briefen. Aus diesen und 247 Antworten des „ungebildeten Fabrikmädchens“ trifft die Sprecherin Barbara Kreuzer eine Auswahl.
Barbara Kreuzer ist gebürtige Augsburgerin, studierte Gesang und Sprecherziehung am Augsburger Leopold-Mozart-Konservatorium und arbeitete viele Jahre als Rundfunk-moderatorin bei Radio Nordschwaben. Der Sprecher Goethes ist zugleich Sprachrohr für Frédéric Chopin: Michael Falke trägt aus dessen Liebesbriefen an die lebenslustige Schriftstellerin George Sand vor. Michael Falke ist ehemaliger Moderator bei hitradio rt.1 und betreute insbesondere eine Sendung mit Hits der 1960er und 70er Jahre. Er verleiht dem melancholischen Komponisten eine Stimme: „Ich ersehnte viel, erhoffte wenig, begehrte nichts.“ Von Chopin, der bis ans Lebensende eine Haarlocke von George Sand aufbewahrte, mit der ihn eine siebenjährige Affäre verband, wird Klaviermusik zu hören sein. Es musiziert Frank Lippe, Mitglied des Philharmonischen Orchesters der Stadt Augsburg, der sonst mit seinem elfköpfigen Tanzorchester auftritt und die Tradition deutscher Tanz- und Unterhaltungsorchester im Berlin der 1920er und 30er Jahre fortsetzt – unter anderem beim Augsburger Opernball seit Jahren. Neben Musik von Chopin werden Stücke von W.A. Mozart und Robert Schumann gespielt.
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.




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