Finissage zur Fotoausstellung "Unsichtbare Opfer" am 9. Mai im Grandhotel Cosmopolis

Wann? 09.05.2014 20:00 Uhr

Wo? Grandhotel Cosmopolis, Springergäßchen 5, 86152 Augsburg DE
Augsburg: Grandhotel Cosmopolis | Die Fotoausstellung „Unsichtbare Opfer“, die seit Anfang Januar im Grandhotel Cosmopolis (Springergässchen 5) zu sehen ist, endet mit einer Finissage am Freitag, den 9. Mai, um 20 Uhr. Die Ausstellung dokumentiert den langen Weg von Migranten aus Zentral- und Südamerika in die USA. Zur Finissage zeigt Amnesty International den Film „La vida precoz y breve de Sabina Rivas“. Im Anschluss an den Film gibt es wunderschöne Musik von Farhad Jooyenda-Gule Seeb. Der Eintritt ist frei.

Das Flüchtlingsdrama „La vida precoz y breve de Sabina Rivas“ wurde 2012 in Mexiko gedreht. Der Film schildert anhand von zwei Einzelschicksalen – Sabina und Jovani aus Honduras – die desolate Menschenrechtssituation der Flüchtlinge auf ihrem Weg durch Mexiko in die USA. An der Grenze hinter Guatemala bleiben sie hängen und sind den Launen korrupter Beamten und brutaler Krimineller ausgeliefert. Der Titel der deutschen Kinofassung lautet „Sin nombre – Life without Hope“. Zur Finissage wird der Film auf Deutsch gezeigt.

Sowohl der Film als auch die Ausstellung im Grandhotel zeigen die traurige Realität der lateinamerikanischen Migranten auf ihrem Weg durch Mexiko: Täglich springen Frauen, Männer und Kinder in Mexiko auf rollende Güterzüge auf. Sie kommen aus Guatemala, Honduras, El Salvador und sind auf dem Weg in die USA. Viele erreichen niemals ihr Ziel. Sie werden vom Zug überrollt oder unterwegs überfallen, vergewaltigt, sogar ermordet. Die Täter sind meist Mitglieder krimineller Banden, doch gibt es auch Hinweise auf die Beteiligung von Soldaten und Polizisten. In den seltensten Fällen werden die Täter ermittelt und verfolgt, geschweige denn vor Gericht gestellt.

Mit der Foto-Ausstellung „Unsichtbare Opfer“ dokumentiert Amnesty International die Menschenrechtsverletzungen an Migranten in Mexiko. „Aus Angst abgeschoben zu werden, zeigen die Opfer ihre Peiniger nicht an. Wenn doch, haben die Migranten praktisch keinen Zugang zu Gerichten", sagt Wolfgang Grenz. „Die Regierung von Präsident Felipe Calderón, aber auch die Regierungen der einzelnen Bundesstaaten müssen endlich etwas tun, um die Migranten wirksam gegen Gewalt zu schützen.“
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.