Fetziger Groove, vielfältiges Repertoire: „Jazzware Company“ begeistert Stadtbergen mit heißen Südstaatenrhythmen
Louis Armstrong ist tot – es lebe Louis Armstrong! Wer kennt ihn nicht, den sympathischen schwarzen Musiker mit den Kulleraugen und der Reibeisenstimme, der die Liebhaber des Jazz und Blues noch heute begeistert? Diese konnten sich im Stadtberger Bürgersaal auf eine musikalische Zeitreise durch den swingenden Sound der Südstaaten begeben. Die sechsköpfige „Jazzware Company“ hat die unvergesslichen Größen des Genres in einem mitreißenden Konzert wieder auferstehen lassen. Bernhard Schulz (Radiomoderator im Bayerischen Rundfunk) führte locker durch den Abend, der mit einem bunten Repertoire aus Blues, Swing und heißem Louisiana-Sound ein mannigfaltiges Klangfeuerwerk bot. Bereits beim Auftakt mit dem „West End Blues“ ließ das Sextett aus seinen Instrumenten die musikalischen Funken regnen. Von den Anfängen des Jazz über Frank Sinatra bis hin zu Ray Charles spannte sich anschließend der Bogen der klangvollen Kostproben. Die ungezügelte Spielleidenschaft der Band lief im Laufe des Konzerts in immer neue Höhen auf. Feste Arrangements und freie Interpretationen ergänzten sich stimmig zu einem harmonischen Potpourri der Emotionen. Ob unverfälschter Dixie („Ice Cream“), lockerer Ragtime („Milenberg Joys“) oder die getragenen Blues-Standards von Duke Ellington: Sämtliche Stücke sprühten durchwegs vor Energie und Charme und griffen mit ihrem fetzigen Groove schnell auf das begeisterte Publikum über. Star des Abends war aber zweifellos das ausdrucksstarke Gesangswunder Jazzy James. Mit seiner rauchig-samtenen Stimme zählt der schwarze Sänger aus Georgia wohl zu den besten Louis Armstrong-Doubles überhaupt. Sein Tribut „Hello Dolly“ ging selbst verwöhnten Fans unter die Haut. Mit dem „Bye Bye Blues“ ließ die Mini-Big Band schließlich den kurzweiligen Abend in sanfteren Tönen ausklingen. Die bunte Reise durch die schwarzen Rhythmen bestach in jeder Hinsicht durch prickelnde Lebensfreude und professionelle Umsetzung. Und zahlreiche Gäste werden wohl nach diesem gelungenen Auftritt der „Jazzware Company“ beschwingt nach Hause gegangen sein und gesagt haben: What a wonderful Band…





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