25 Mitglieder der Kolpingsfamilie Friedberg-Nord hatten am 20. September die Gelegenheit, die Hofpfisterei in München zu besichtigen. Mit eigenem PKW machte sich die Gruppe auf den Weg, direkt zur Hofpfisterei im Zentrum Münchens.
Das Unternehmen setzt bereits seit den 80er Jahren auf ökologische Produktionsweise und dies sollte unter die Lupe genommen werden. Um 16.30 wurden wir pünktlich zur Führung abgeholt. Bereits beim Gang über den Hof wehten Duftwolken mit Brotgewürzen (Koriander) um unsere Nasen. Zu unserer eigenen Überraschung wurden wir als erstes in einem Besprechungszimmer mit Getränken, Käse und Wurst/Schinken und natürlich verschiedenen Pfisterbroten versorgt. Somit konnte sich jeder Teilnehmer seine eigene Meinung über Pfisterbrote bilden. Parallel dazu wurden wir über den Weg des Getreides, die Meyermühle (diese versorgt ausschließlich die Hofpfisterei) informiert.
Wie sehr in dem Unternehmen auf Sauberkeit und Hygiene geachtet wird, erfuhren wir anschließend. Uhren und Schmuck mussten abgelegt, Rucksäcke, Fotoapparate, etc. zurück gelassen werden. Versehen mit Kopfbedeckung, Schutzmantel und nach Reinigung der Hände, konnte endlich der Rundgang durch die verschiedenen Produktionsbereiche einer Großbäckerei, mit einem täglichen Brotausstoß von ca. 22.000 Laib Pfisterbrot begonnen werden. Über die Pflege und Erzeugung verschiedener Sauerteigvarianten (der Ursprungssauerteig stammt übrigens aus 1984), der Teigherstellung, die Backstraßen, den Steinbacköfen, etc..
Der "Schießer" an den Steinbacköfen hat die verantwortungsvolle Aufgabe die geformten und leicht vorgebackenen Brote in 3 übereinander liegenden Steinbacköfen "einzuschießen" und während der ca. 2-stündigen Backzeit öfter die Position des Brotes zu verändern. Ein 3-er Team betreut mehrere Steinbacköfen. Ein Zukunftsproblem für die Hofpfisterei sind die Steinbacköfen. Gibt es doch keinen handwerklichen Nachwuchs der in der Lage ist, solche Steinbacköfen zu bauen und zu warten.
Als wir nach 3 Stunden Betriebsbesichtigung die Hofpfisterei wieder verließen, waren wir nicht nur über die Arbeitsweise einer ökologischen Großbäckerei bestens informiert, sondern konnten uns auch über den hohen Hygienestandard bei der Herstellung von Pfisterbrot freuen.
Alle Teilnehmer waren sich einig, zukünftig öfter bei der Hofpfisterei Brot zu kaufen.
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