Beispiele für gelebte Barmherzigkeit begleiten Pilgergruppe - Kolping zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit in Rom

Zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit machte sich Kolping-Diözesanpräses Alois Zeller zusammen mit einer Gruppe von Pilgern auf den Weg nach Rom und begegnet verschiedenen heiligmäßigen Personen als Zeugen der Barmherzigkeit. Natürlcih durften auch die traditionellen Sehenswürdigkeiten nicht fehlen. Beim Besuch der Kirche St. Paul vor den Mauern bot sich vor dem Hauptportal die Gelegenheit für ein Gruppenfoto. (Bild von Klaus Lingenhöl)
Roma (Italien): Casa Domitilla |

In der Osterwoche waren 43 Pilgerinnen und Pilger aus der Diözese Augsburg mit Kolping-Diözesanpräses Alois Zeller zum heiligen Jahr der Barmherzigkeit in Rom unterwegs. Jeden Tag begleitete eine Person als Beispiel für gelebte Barmherzigkeit durch den Tag.

Der aus Schwangau stammende Pater Pankratius Pfeiffer (1872-1945) begegnete den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Reise im Cesi Palast in der Via della Conciliazione, dem heutigen Generalat der Salvatorianer, auf Schritt und Tritt. Durch sein Wirken während der deutschen Besetzung Roms am Ende des zweiten Weltkrieges hat er vielen Menschen geholfen. "Engel von Rom" wird er daher dankbar genannt. Er ist ein Beispiel für das Werk der Barmherzigkeit „Gefangene besuchen“, weil er viele Menschen aus den römischen Gefängnissen frei bekommen hat. Viele Jahre stand er nach dem Tod des Gründers Pater Franziskus Jordan (1848-1918) an der Spitze der Ordensgemeinschaft. Der seit 1956 in einer Kapelle im Generalat beigesetzte Ordensgründer Pater Jordan war auch Mitglied im Katholischen Gesellenverein.

Der Bäckergeselle und spätere Kapuzinerbruder Georg von Pfronten (1696-1762) aus dem Allgäu ertrug geduldig 15 Jahre lang einen missmutigen Mitbruder, den er pflegte. Er ist so ein Vorbild für das geistige Werk der Barmherzigkeit "Lästige geduldig ertragen". Die Innenstadt von Rom war für ihn zum Ort seines Wirkens geworden. Schon zu Lebzeiten stand er im Ruf der Heiligkeit. Nach seinem Tod wurde er in Frascati beigesetzt und 1922 nach Kempten überführt. Ein Besuch in seinem Kloster und in der Kirche der Kapuziner rundete einen Tag der Reise ab.

Bei einer Messfeier in der Hauskapelle des Hotel Casa Domitilla stand Peter Friedhofen (1819-1860), der Gründer der Barmherzigen Brüder von Maria Hilf, als Beispiel für das Werk der Barmherzigkeit "Kranke pflegen" im Mittelpunkt. Der ehemalige Kaminfegermeister und inzwischen seliggesprochene Ordensgründer hat seiner Gemeinschaft als viertes Gelübde die Pflege von Kranken aufgetragen. Das heutige Kolping-Hotel Casa Domitilla trägt sein Orden und verschiedene Kolpingeinrichtungen gemeinsam.

„Unwissende lehren“ ist eines der geistigen Werke der Barmherzigkeit. Für Adolph Kolping (1813-1865) war eine der wichtigsten Säulen seiner Katholischen Gesellenvereine die Bildung seiner Mitglieder. Kolping stand am Sonntag während der Heimfahrt als Beispiel für gelebte Barmherzigkeit mit Texten und Ausschnitten aus dem Musical „Kolpings Traum“ im Mittelpunkt der Betrachtungen.

Auch die erste heilige Pforte außerhalb einer Kirche suchten die Pilger auf. Papst Franziskus hat am 18. Dezember 2015 in einer Mensa für Obdachlose eine Heilige Pforte eröffnet. Don Luigi Di Liegro (1928-1997), ein Freund von Reiseleiter Kolping-Diözesanpräses Alois Zeller, hat die Einrichtung, in der täglich 500 Essen ausgegeben werden und rund 200 Betten Obdachlose übernachten können, gegründet.

„Gott ist größer als unsere Schuld!", sagte Papst Franziskus am Mittwochmorgen bei der Audienz auf dem Petersplatz nicht nur zu den Augsburgern sondern zu den vielen Pilgern aus der ganzen Welt. Auch die anderen Heiligen Pforten in den vier Hauptkirchen Roms (St. Peter, Lateran, Maria Maggiore, St. Paul vor den Mauern) waren Ziel der Pilgergruppe. Aber auch das antike und barocke Rom mit dem Kolosseum, dem Trevi Brunnen und der Piazza Navona suchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kolpingreise auf.

Ausführlicher Bericht auf www.kolpingwerk-augsburg.de
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