Ausstellung "Zuhause" von Anita Ulrich

Wann? 24.07.2015 bis 08.12.2015

Wo? Volkshochschule Augsburg, Willy-Brandt-Platz 3, 86153 Augsburg DE
  Augsburg: Volkshochschule Augsburg | Augsburger Kleinode ganz groß

Die Augsburger Künstlerin Anita Ulrich zeigt in der vhs Aquarelle mit schwäbischen und exotischen Motiven

Bereits zum dritten Mal stellt Anita Ulrich in den Räumen der Augsburger Volkshochschule aus und zeigt Bilder aus ihrer Heimatstadt sowie von diversen Reisen.

„Zuhause“ hat Anita Ulrich diese Ausstellung genannt, denn einerseits erzählen ihre Bilder diesmal zum größten Teil von ihrer Heimatstadt Augsburg, und andererseits ist die Malerin schon mehr als zwei Jahrzehnte für die vhs als Dozentin tätig.

Eigentlich müsste es ja „Dahoim“ heißen, räumt Ulrich ein. Aber diese Wortwahl zeige, dass sie sich schwer tue – wie wohl viele andere auch – mit dem Begriff der Heimat. Wo ist die eigentlich? Dort wo man geboren ist? Wo man zur Schule gegangen ist? Wo man aktuell wohnt? Oder einfach nur dort, wo man sich wohl fühlt? Früher waren diese Orte für die meisten Menschen ein und dasselbe. Heutzutage ist das eher die Ausnahme. Ulrich selbst ist in Augsburg geboren und hat auch die meiste Zeit ihres Lebens dort verbracht, hat jedoch einen „Migrationshintergrund“, nämlich heimatvertriebene Eltern, und lebt zeitweise in Deizisau bei Stuttgart.

Augsburg ist aber immer ihr Dreh- und Angelpunkt geblieben. „Wenn man ab und zu woanders ist, dann bekommt man einen ganz anderen Blick von außen auf die eigene Stadt,“ erklärt die Malerin, „und es ist genauso aufregend, irgendwo auf Mallorca zu sitzen und zu malen, wie in einem kleinen Gässchen in der Augsburger Altstadt. An einem Sommerabend vom Milchberg auf den Ulrichsplatz zu treten und die ganze Maximilianstraße sowie das Rathaus und den Perlachturm im warmen Licht zu sehen, das ist geradezu atemberaubend schön!“

Chaotischer Beginn und gezielte Blickfänge

In dieser Ausstellung zeigt die Anita Ulrich fast ausschließlich Aquarelle – eine Maltechnik, die die Künstlerin seit vielen Jahren meisterlich beherrscht. Die Motive, die in der Realität meist nicht genau so existieren, werden manchmal direkt vor Ort, manchmal auch erst im Atelier, mit Hilfe von Fotos und Skizzen zusammengestellt. Da wird schon mal ein Straßenzug mit Graffiti versehen, um ihn aufzupeppen oder die Bäume umgepflanzt, weil’s besser zum Bild passt. Maler dürfen das! Dies lässt erahnen, dass der studierten Grafik-Designerin viel an einer stimmigen Gestaltung liegt.

Gezielt lenkt sie mit starken Kontrasten den Blick des Betrachters auf den Bildhöhepunkt, während andere Bereiche sich scheinbar auflösen und Raum für Fantasie lassen.

Anita Ulrich liegt viel daran, dem Aquarell – eine oft unterschätzte Maltechnik – die Wertschätzung zukommen zu lassen, die es ihrer Meinung nach verdient. Ihre Augen beginnen zu leuchten, wenn sie davon erzählt, wie spannend es ist zuzuschauen, wie die Farben auf dem Papier zusammenlaufen und sich selbstständig entwickeln. Sie liebt es, daran herumzutüfteln, diese Zufälligkeiten zu lenken, aber auch zuzulassen und einzusetzen.

Die Aquarelle beginnen oft in einem riesigen, unübersichtlichen Chaos aus bunten Farben und ein paar weißen Stellen dazwischen. Schicht für Schicht arbeitet Ulrich nun das Motiv heraus, nutzt dabei die besonders schönen Farbverläufe, und die weißen Flecken werden allmählich zu Sonnenschirmen, Autodächern oder Blumen.

Beliebte Aquarell-Workshops

Auch als Kursleiterin versteht es die 49-jährige ihr Publikum zu begeistern.
Vor über 20 Jahren begann sie an der vhs Augsburg Kurse für Aquarellmalerei zu halten und nennt seither ein treues Stammpublikum ihr eigen.

Die Ausstellung ist vom 9. März bis 24. Juli zu besichtigen, zu den Öffnungszeiten des Augsburger Volkshochschule:
Montag bis Donnerstag 9 – 17 Uhr
Freitag 9 -12:30 Uhr
Sowie abends und am Wochenende während der Kurszeiten
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