Als Lehrer ein Vorbild - Friedberger Pädagoge an europaweitem Flüchtlingsprojekt beteiligt

Wittelsbacher Land: . | Dr. Florian Sonneck ist bekannt für seine Aktivitäten, die weit über das übliche Maß eines Lehrers hinausgehen. Sei es im Privatleben bei seinen ehrenamtlichen Einsätzen bei internationalen Sport-Großveranstaltungen, allein 2015 war er Mitglied des Internationalen Schiedsgerichts bei zwei Weltmeisterschaften, bei der Internationalen Jugendboot-Klasse CADET am Gardasee CADET WORLDS 2015 und der früheren olympischen Dreimann-Kielboot-Klasse SOLING in der Toskana SOLING WORLDS 2015. Sei es sein privates finanzielles Engagement für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, DIE SEENOTRETTER, oder für die Deutsche Knochenmarkspendedatei DKMS von jährlichen mehreren tausend Euro. Oder sei es sein berufliches Engagement als Mittler politischer Bildung, in dessen Rahmen er vor einigen Jahren die deutschlandweit vom Deutschen Historischen Museum Berlin DHM gezeigte und mit weit über die Landesgrenzen hinausgehendem Medienecho aufgenommene Ausstellung »EINMISCHUNG ERWÜNSCHT. 60 Jahre Grundgesetz oder sei es durch die jährliche Teilnahme am Schülerwettbewerb zur politischen Bildung der Bundeszentrale für politische Bildung, bei dem er von 3.500 Einsendungen auch schon auf einer der vordersten Platzierungen landete und einen der Hauptpreise gewinnen konnte.

Seit vier Jahren ist der Pädagoge Mitglied des interkulturellen Projekts GASTFREUNDE MÜNCHEN - One World, One Family, das gegenseitige Toleranz und Verständnis für ausländische junge Menschen fördert, für das die Initiative von der Landeshauptstadt München 2013 auch ausgezeichnet wurde: Preisverleihung

Ein wichtiges Bildungsziel ist dem Lehrer die kritische Auseinandersetzung. Das Format JUGEND DEBATTIERT sieht er hier genau richtig und folgt hier den Leitlinien des Bundespräsidenten Joachim Gauck, der in einem Abschnitt seiner Frankfurter Rede zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit sich äußerte: „Wir befinden uns aktuell in einem großen Verständigungsprozess über das Ziel und das Ausmaß der neuen Integrationsaufgabe. So etwas ist in Demokratien auch verbunden mit Kontroversen – das ist normal. Aber meine dringende Bitte an alle, die mitdebattieren, ist: Lassen Sie aus Kontroversen keine Feindschaft entstehen. Jeder soll merken, wir debattieren, weil es uns um Zusammenhalt geht, um ein Miteinander, auch in der Zukunft.“ So gesehen, entzweien Kontroversen nicht, sondern können sogar zusammenführen, ein Prinzip, das der aktive Lehrer aus dem Aichacher Land wohl täglich lebt.

Im vergangenen Schuljahr war Sonneck nach einen mehrwöchigen Zivilcourage-Projekt, in dessen Rahmen ein faszinierender Kurzfilm entstanden ist, für den die Schulklasse, die der Sozialkunde-Lehrer betreute, großes Lob von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Schwaben sowie des Kriminalpräventiven Rats der Stadt Augsburg zuteil geworden.

Einen Teil der Sommerferien 2015 nutzte Florian Sonneck, um im Bahnhof von Mailand dem CROCE ROSSA, dem italienischen Roten Kreuz, wo hunderte von Flüchtlingen aus Eritrea, Somalia, Äthiopien, Syrien und dem Sudan festsaßen und auf ihre Weiterreise nach Nordeuropa hoffen, bei der Erstversorgung und -betreuung zu helfen. (http://bit.ly/1G7zSLX)

Nachdem Sonneck vor drei Jahren ein 600-Seiten-Grundlagenwerk über europäische Werte BLICKE AUF EUROPA publiziert hat (http://amzn.to/1jDaW4z), gilt sein Engagement in diesem Schuljahr dem wohl brisantesten Thema unserer Tage: REFUGEES WELCOME.

Mit einem Online-Portal willkommen-in-aichach.de (Inhalte und Zusammenarbeit mit Behörden und caritativen Einrichtungen folgen) sowie dem realen Einsatz im Rahmen eines UNHCR-Projekts Flucht und Asyl trägt der engagierte Lehrer dazu bei, jedem seiner Schülerinnen und Schüler die Werte von Menschenrechten zu vermitteln.

„Internationalismus, das Miteinander der Kulturen, beruflich wie privat, ist mir eines der größten Ziele in meinem Leben“, sagt Sonneck, in seiner Freizeit selbst aktiver Segler, dessen Team abwechselnd aus Italienern, Schweizer und russischen Mitgliedern besteht. Am vergangenen Wochenende äußerte er sich vor laufender Kamera im großen Auditorium im Rahmen einer Podiumsdiskussion, an der auch Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin sowie die Politik-Professorin und Leiter in der Politischen Akademie Tutzing, Ursula Münch, zugegen waren, mit den Worten: „Verständnis, Toleranz und Miteinander“ sind die Werte unserer Zeit und fuhr fort: „Es sind die Stimmen der Besorgnis, die sich schamlos einer populistischen Rhetorik vergangener Zeiten bedient, die mich entrüsten und motivieren, mich für Integration und Schutz von Verfolgten einzusetzen.“

Hans Zehetmair, ehemaliger bayerischer Kultusminister und bis 2014 Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung, würdigte den Pädagogen einst bei einem Empfang in der Staatskanzlei mit den Worten: „Ich denke, das Schulsystem kann auf einen Lehrer wie Sie sehr stolz sein.“


Christian Zimmermann für junge medien e. V.
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