Turbostaat mit "Island Manöver" auf Tour 2010
Erfolg - was ist das? Einen Majordeal zu bekommen? Wenn die Eltern dir plötzlich auf die Schultern klopfen, weil ja nun doch irgendwas aus dir geworden ist? Oder vielmehr, einen geraden Rücken zu behalten, weil du bei all dem du selbst geblieben bist? Nachdem TURBOSTAAT mit ihrem dritten Album Vormann Leiss bei Same Same But Different/Warner Music gelandet waren, blieben die Wasser erstaunlich ruhig. Das übliche „Ausverkauf“ Geschrei hielt sich in Grenzen, die Leute „draußen“ merkten schnell, dass sich eigentlich nichts verändert hatte. Die Clubs waren besser gefüllt, plötzlich standen Festivals auf dem Plan, und die Musik hatte nichts von ihrem Biss verloren. Die Tourpläne liegen immer noch in der Hand von TURBOSTAAT, ebenso die´Produktion der Vinyl-Editionen und alles, was die Band selbst angeht. Erfolg heißt auch, dass man es schafft, nach wie vor vollkommen freie Hand zu haben. Ein Grund mehr für TURBOSTAAT, sich im Deal mit SSBD/Warner wohl und gut aufgehoben zu fühlen. Wenn sich beim Island Manøver also etwas verändert hat, dann das, was Jan, Marten, Tobert, Peter und Rotze mit sich selbst abmachen.
Seit 1999 spielen TURBOSTAAT unverändert in derselben Besetzung. Mit einer Brücke vom US Hardcore zur deutschen Punktradition bringen sie ihr erstes Album Flamingo (2001) und den Zweitling Schwan (2003) beim renommierten Hamburger Underground- Punklabel „Schiffen“ (in Kooperation mit „Rookie Records“) heraus und arbeiten sich durch den gesamten Parcours alternativer Jugendzentren, besetzter Häuser und kleiner Clubs zwischen Österreich und Helsinki. Eines dieser Konzerte besucht Beatsteaks- Schlagzeuger Thomas Götz und ist hingerissen. TURBOSTAAT werden auf die Beatsteaks-Tour eingeladen, schließen zwangsläufig Kontakt zu Same Same But Different, die klugerweise und begeistert zugreifen und im Verbund mit Warner den Vormann Leiss zum Leben erwecken. Jetzt also das zweite „Major“-Album Das Island Manøver, und es fühlt sich an, als wäre es ein erster Test, was im Kontext „deutscher Punkrock“ so möglich ist. Aber das ist schon wieder ein Irrweg, einen solchen Kontext zu konstruieren. Es ist und bleibt: TURBOSTAAT.
Die nächsten Termine:
19. 03. 10 - Leer
20. 03. 10 - Solingen
09. 04. 10 - Flensburg
15. 04. 10 - Wilhelmshaven
16. 04. 10 - Osnabrück
17. 04. 10 - Aachen
18. 04. 10 - Schweinfurt
20. 04. 10 - Weinheim
21. 04. 10 - Koblenz
22. 04. 10 - Erfurt
23. 04. 10 - Magdeburg
24. 04. 10 - Dresden
07. 05. 10 - Bochum
08. 05. 10 - Giessen
09. 05. 10 - Erlangen
10. 05. 10 - Wiesbaden
12. 05. 10 - Saarbrücken
13. 05. 10 - Düsseldorf
14. 05. 10 - Leipzig
15. 05. 10 - Berlin
16. 05. 10 - Rostock
12. 08. 10 - Rothenburg o. d. Tauber
13. 08. 10 - Puttlingen
14. 08. 10 - Eschwege
(Quelle: www.semmel.de; www.turbostaat.de)
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