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Der Kocherlball am dritten Sonntag im Juli ist eine Tradtion die morgens um 4 Uhr beginnt
Chinesischer Turm
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2008-07-19
Der Chinesische Turm liegt im Herzen vom Englischen Garten. Sein imposantes Bauwerk wurde 1789-1790 erbaut und als Aussichtsturm für die schöne Kulisse Münchens. Damals versperrten die Bäume nicht die Sicht und man sah auch den nahegelegenen Monopterus. Weiter wurde er als Musikpagode von Joseph Frey entworfen und erbaut wurde er unter der Leitung von Baptist Lechner. Frey hatte auf einer Reise nach London die Pagode vom Botanischen Garten in Kew, die 1762 fertiggestellt wurde gesehen und sofort die Idee mit nach München gebracht. 50 m hoch ist die Pagode und ganz aus Holz gebaut. Ich hatte die Ehre das Innenleben einmal zu betrachten und zu fotografieren. Heute ist der Chinesische Turm für Touristen gesperrt, damit ja keiner zu Schaden kommt. Manchmal treffen sich die Musiker im ersten Stock und lassen die Musik aufspielen. Am Kocherlball findet die ganze Kapelle unter dem Chinesischen Turm platz.
Kocherl¬ball, der um 1880 seinen Ursprung hat. Sonntag früh von fünf bis acht Uhr trafen sich am Chinesischen Turm anno dazumal etwa 5000 Dienstmädchen, Köchinnen, Haus¬die¬ner und Soldaten zum vergnüglichen Tanz. Als Angestellte in vor¬neh¬men Haus¬hal¬ten hat¬te man einst nicht viel Zeit zum Feiern – aus diesem Grund tanzte man eben schon früh morgens um fünf. Im Jahre 1904 wurde der Kocherlball wegen An¬stö¬ßig¬kei¬ten mit einem Polizeiverbot belegt, und die Altmünchner Tradition geriet fast in Vergessenheit. 1989, anlässlich des 200. Jubiläums des Englischen Gartens erinnerte man sich glücklicherweise wieder dieses alten Brauchs. Seitdem treffen sich all¬jähr¬lich an einem Sonntag morgen im Juli Tausende Münchner in Kostümen der Jahr¬hun¬dert¬wen¬de zum Tanz am Chinesischen Turm. Und von Jahr zu Jahr werden es mehr