IHK Schwaben: Endlich hat auch die OECD den Stellenwert der beruflichen Bildung im aktuellen Bildungsbericht erkannt

Augsburg: IHK Schwaben | Augsburg. Anlässlich der Vorstellung des aktuellen OECD-Berichts „Bildung auf einen Blick 2015“ trifft aus Sicht der IHK Schwaben Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) mit ihrer Aussage zur Akademikerquote den Nagel auf den Kopf. Wanka betonte, dass die Akademikerquote in anderen Ländern zwar höher sei, dies der Wirtschaft aber eher weniger nütze, wenn diese vor allem Fächer wie Sozialwissenschaften studieren. Dies entspricht auch der jüngsten bildungspolitischen Position des Präsidiums der IHK Schwaben.

„Ein wichtiger Wettbewerbsfaktor der schwäbischen Wirtschaft sind die dual ausgebildeten Fachkräfte – das ist einer der Erfolgsfaktoren der hiesigen Betriebe. Dazu gehören nach wie vor auch hochqualifizierte Akademiker, vorwiegend mit MINT-Abschlüssen, die von der schwäbischen Wirtschaft gebraucht werden. Aber nicht in der heute an Hochschulen und Universitäten vorhandenen Zahl insbesondere in Studienrichtung mit geringer Arbeitsmarktperspektive“, kommentiert Peter Saalfrank, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben die Ergebnisse des OECD-Bildungsberichts.

Saalfrank weiter: „Es steht nach den neuesten Erkenntnissen des OECD-Bildungsberichts zu hoffen, dass sich die deutschen Kultusminister von der OECD endlich emanzipieren. Denn die OECD forciert in Ermangelung vergleichbarer dualer Ausbildungssysteme in den meisten anderen Ländern die Bedeutung der Studierendenquote unverhältnismäßig hoch. Ein Blick auf die europäischen Arbeitslosenzahlen unter jungen Akademikern sollten die Kultusminister endlich den Stellenwert der dualen Ausbildung als ideales Instrument zum Einstieg in das Berufsleben anerkennen und das duale Ausbildungssystem durch frühzeitige Berufs- und Studieninformation in Verbindung mit Arbeitsmarktperspektiven in allen Schularten stärken.“

Die IHK Schwaben setzt sich mit ihrem Jahresthema 2016 „Akademikerwahn – quo vadis“ in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Staatsminister a. D. Prof. Dr. Julian
Nida-Rümelin im kommenden Jahr intensiv mit dieser Entwicklung auseinander.
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