Eine Auszeichnung für außerordentliches Engagement

Ehrenzeichen für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Männern und Frauen - Gruppenfoto der Geehrten, Bürgermeister und Landrat Martin Sailer (Foto: Heidemarie Heuchler / Landratsamt Augsburg)
 
Landrat Martin Sailer (rechts) übergibt die Auszeichnung an Marie-Luise Pecher aus Gersthofen (links)
Horst Seehofer verlieh in seiner Funktion als Bayerischer Ministerpräsident sieben Persönlichkeiten aus dem Landkreis Augsburg das Ehrenzeichen für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Männern und Frauen. Am gestrigen Mittwoch überreichte Landrat Martin Sailer nun den sechs anwesenden Würdenträgern im Rahmen einer Feierstunde im Landratsamt ihre Auszeichnungen. Anlässlich dieses Empfangs waren auch die Bürgermeister aus Gersthofen, Altenmünster und Nordendorf anwesend und würdigten das ehrenamtliche Wirken der Männer und Frauen, mit dem sie sich seit vielen Jahren in das gesellschaftliche Leben ihrer Heimatstädte und –gemeinden eingebracht haben und immer noch einbringen.

In seiner Begrüßungsansprache zitierte Landrat Martin Sailer Adolph Kolping: „Die Gesellschaft lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht“ und verwies darauf, dass die Ehrenamtlichen, die nun vom Bayerischen Ministerpräsidenten für ihr Engagement ausgezeichnet wurden, lebende Beispiele hierfür sind. Besonders erfreut war Martin Sailer darüber, dass sich dieses Engagement auf die unterschiedlichsten Bereiche erstreckt, wie aus den verschiedenen Tätigkeitsfeldern der Geehrten hervorgeht. „Das Ehrenamt hat viele Gesichter und viele Möglichkeiten, sich einzubringen“, so Martin Sailer weiter. Die Anwesenden seien leuchtende Beispiele dafür, und das in Zeiten, in denen es immer mehr zu zählen scheint, sich mithilfe seiner Ellenbogen durchzusetzen. Umso erfreuter sei er selbst darüber, dass im Landkreis Augsburg derzeit 80.000 Menschen ehrenamtlich tätig sind. Abschließend bedankte sich Landrat Martin Sailer noch einmal ausdrücklich bei allen Anwesenden für ihr herausragendes Engagement und betonte zudem, dass es sich bei dieser Auszeichnung um die höchste im Freistaat handelt. Sie kann nur vom Bayerischen Ministerpräsidenten selbst verliehen werden und ihr geht ein aufwendiges Ordensverfahren voraus.

Damit brachte er noch einmal zum Ausdruck, was auch die anwesenden Bürgermeister später noch in ihren Dankesreden betonten. Die Geehrten zeichnen sich durch besonders herausragendes Engagement aus, für das es nie einen entsprechenden Ausgleich geben kann, das aber nun entsprechend gewürdigt werden soll.

Im Anschluss an seine Begrüßungsrede würdigte Landrat Martin Sailer jeden der anwesenden sechs Ehrenamtlichen in einer persönlichen Laudatio.

Marie-Luise Pecher aus Gersthofen wurde unter anderem für ihr Engagement im AWO-Ortsverein Gersthofen und ihre umfassenden Tätigkeiten im AWO-Seniorenheim Gersthofen ausgezeichnet. Hier kümmert sie sich seit vielen Jahren um die Belange der Bewohner. So auch Ilse Hillebrand, die sich zudem seit vielen Jahren bei den Naturfreunden Gersthofen engagiert. Ein dritter Gersthofer, der im Rahmen der Feierstunde geehrt worden ist, setzt sich neben seinem Engagement im Kleingartenverein Gersthofen und dem Seniorenbeirat der Stadt vor allem für die Parkinson Selbsthilfegruppe Augsburg Stadt und Land ein. Zu sehen, wie sich Helmut Bartholomä jeden Tag für andere Menschen einsetzt, die an der gleichen Krankheit leiden wie er selbst, mache Mut, so Gersthofens Zweiter Bürgermeister. Er hoffe, dass das übermäßige Engagement der Geehrten ein Beispiel für andere Bürger ist, sich selbst auch für ihre Mitmenschen zu engagieren. Im Namen der Stadt bedankte sich Stefan Buck bei den dreien, die für ihn schon lange ein wichtiger Teil der Stadt und ihres gesellschaftlichen Lebens sind, und sprach allen dreien seinen herzlichen Glückwunsch aus.

Für über 30 Jahre ehrenamtliches Engagement im Schützenverein Anton Hofer Eppishofen und seine langjährige Tätigkeit als Referent des Sportschützengaus Wertingen wurde Günther Niederhofer aus Altenmünster das Ehrenzeichen verliehen. Altenmünsters Bürgermeister Bernhard Walter dankte ihm und Anton Mengele, der für seine ehrenamtlichen Dienste im Garten- und Landschaftspflegeverein Zusamzell und sein herausragendes Engagement beim TSV Zusamzell-Hegenbach geehrt wurde. Beide hätten in den vergangenen Jahrzehnten verdeutlicht, dass es in einer Gemeinde immer Leute gibt, die sich kümmern und verantwortlich fühlen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Elmar Leib aus Nordendorf hatte sich mit seinem über 50-jährigen Engagement im Theaterverein Nordendorf hervorgetan. Von der Gründung 1962 bis ins Jahr 2012 prägte er den Theaterverein als dessen 1. Vorsitzender. Zudem erfreut er die kleinen und großen Nordendorfer jedes Jahr mit seinen Auftritten als Nikolaus und Zauberer. Dafür dankte ihm auch Nordendorfs Bürgermeister Elmar Schöniger, der ihn als Aushängeschild der Gemeinde bezeichnete. Elmar Leib selbst bedankte sich bei seiner Familie, ganz besonders bei seiner Frau Mary, die ihn in all den Jahren immer unterstützt hat. Damit fasste er zusammen, was im Laufe der Ehrungen immer wieder zur Sprache kam. Nämlich dass das herausragende ehrenamtliche Engagement, für das die sechs Würdenträger ausgezeichnet worden sind, nur in Zusammenarbeit und mit der Unterstützung vieler anderer Ehrenamtlicher möglich ist. Diesen Gedanken griff auch Landrat Sailer zum Abschluss noch einmal auf und richtete seinen Dank auch an die Ehepartner der Geehrten für ihre Unterstützung.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 07.03.2015
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