Dualer Ausbildungsweg von der Realschule zum Hochschulabschluss - Landrat Martin Sailer informiert sich über neuen Bildungsweg

Die Realschule Neusäß hat am 23. April gemeinsam mit der Fachhochschule Rosenheim, der Unternehmensgruppe Heinrich Schmid mit Niederlassung in Gersthofen und der Münchner Berufsschule für Farbe und Lacktechnik einen neuen Bildungsweg für Realschüler vorgestellt. Auch Landrat Martin Sailer war Gast dieser Informationsveranstaltung die unter dem Motto „Dualer Weg von der Realschule zur Hochschule“ stand. Dieser neue Bildungsweg wird erstmals für die Ausbildung im Maler- und Lackiererhandwerk durchgeführt. Die erste Berufsschulklasse startet im Herbst 2009 an der Schule für Farbe und Lacktechnik in München. Schüler mit Mittlerer Reife schließen nach zweieinhalb Jahren die Lehre ab und absolvieren in einem weiteren halben Jahr die Hochschulreife. Anschließend geht es dual an der Fachhochschule Rosenheim weiter. Das Bildungsziel dort lautet: Diplomingenieur Innenausbautechnik, bzw. Bachelor of Engineering. Das besondere an diesem Ausbildungskonzept ist, dass die sechsjährige Ausbildung von der Realschule bis zum Hochschulabschluss durch den Ausbildungsbetrieb vollständig finanziert wird.
„Der Weg vom Realschüler zum Manager im Handwerk ist geebnet. Das Augsburger Land begrüßt und unterstützt jede Initiative, die das berufliche Fortkommen junger Menschen befördert und ihnen den Berufseinstieg erleichtert“, so der Landrat. Als Vorreiter bilden auch die Malerwerkstätten Heinrich Schmid mit Niederlassung in Gersthofen auf diesem neuen Ausbildungsweg aus. Der Gersthofer Geschäftsführer Markus Dobner informierte die Realschüler darüber, dass der Beruf des Malers sich längst zum Handwerksdienstleister gewandelt habe. Und der beherrsche die gesamte Leistungspalette rund um Boden, Decke und Wand. „Hand- und Kopfwerk sind auf hohem Niveau gefragt. Deshalb werden die Realschüler während ihrer Ausbildung auf die Fachhochschulreife vorbereitet“, so Dobner. Auch Professor Dr. Benno Eierle weiß, dass der Markt der Zukunft im Innenausbau liege. Der Dozent an der Fachhochschule Rosenheim hob deshalb das solide Fundament des Bildungswegs hervor: „Da der Bereich des Innenausbaus sich bereits in wenigen Jahren auf 50 Prozent der Investitionen im Bausektor belaufen werde, ist es dringend notwendig, qualifizierte Fachkräfte nachzuziehen.“

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