CCB-Prinzenball 2014

Asbach-Bäumenheim: Schmutterhalle Asbach-Bäumenheim |

"Spatzl, schau wie i schau!

CCB begeistert mehr als 600 Besucher mit einer großen, bayerischen Inszenierung.

Was haben Bayern, München, der Aloisius usw. mit dem Fasching zu tun? In Bäumenheim in dieser Saison jede Menge, denn der Carneval-Club rockt diesmal die Heimat. „Servus München, Servus Bayern, unsern Fasching dea ma feiern“ hies das Motto – und beim Prinzenball musste man sich manchmal zwicken, um nicht zu meinen, auf dem Oktoberfest gelandet zu sein.
Der Mooshammer war zwar nicht vom Himmel herabgestiegen, aber zumindest der Prinzregent Luitpold schwebte mit seiner Lola Montez über die Bühne. „Fuits eich woi, laßt’s raus die Sau! Der Himmi is heit weiß und blau!“ rief Präsidentin Marion Lang den mehr als 600 Ballbesuchern in der Schmutterhalle zu, um das „närrische Wort“ dann Hofmarschall Andreas Seitz zu übergeben. Bis weit nach Mitternacht verwandelte sich die Halle dann in ein weiß-blaues Reich, mit Krachledernen, feschen Dirndln oder bekennenden Bayern- oder 60er Fans.
Die Ballbesucher ließen ihrer Fantasie bei den Kostümen freien Lauf, und so konnte man nicht nur die Mama Bavaria sehen, sondern auch lebendige Lebkuchenherzerl oder den Karl Valentin mit seiner Liesl Karlstadt, Müchner Weißwürst oder auch den Monaco Franze.
Die „Schlafmützen“ zündeten ein wahres Feuerwerk und hatten mit ihrem Motto ganz offensichtlich den Geschmack ihres Publikums getroffen. Auch die befreundeten Faschingsclubs aus Donauwörth und Huisheim feierten munter mit.
Zu Hinguckern wurden, wie schon immer, die Tänze der Garden, vor allem jene von Motto- und Showformation. In Monaten harter Arbeit hatten Jungs und Mädels einen Cocktail aus Akrobatik, Action und Leidenschaft einstudiert. Für die Besucher gab es keine Frage: „Bäumenheim ist die Tanzhochburg des nordschwäbischen Faschings.“ Ob Tanzmäuse, Prinzengarde, Rasselbande, Teenies oder die Showformation beim Mottotanz oder mit „La Tocca Scherzo“ bei ihrer Mitternachtsshow – da spürte man die Liebe zu Musik und Tanz.
Bis zum letzten Augenblick gehütet, strahlten sie von einer Minute auf die andere dann mehr: Die neuen Tollitäten. Spektakulär entstiegen sie einem Wagen, um mit einem dreifachen „Schlafmützen Helau“ begrüßt zu werden. Die Bäumenheimer Musikkapelle intonierte dazu standesgemäß den bayerischen Defiliermarsch. Prinzessin Melanie I. (Mittler), Sonnenstrahl am mittleren Ring, und Prinz Christian III.(Hammer), Herrscher über Dur und Moll (er spielt Tenorhorn im Bäumenheimer Musikverein), führten sich mit launigen Worten, aber auch einem kessen Walzer gut ein. Inthronisiert wurden sie feierlich von Zeremonienmeister Holger Bügelsteiber. Schnell war klar: Das neue Prinzenpaar will königlich regieren, mit großem Zauber und viel Würde, aber vorallem Boarisch!
Und auch schon die Jüngsten bewiesen Klasse: Prinzessin Emily II. (Strobel) vom Wege der Edelhölzer und Prinz Elias I. (Schimmer) von der schimmernden Dynastie. Sie absolvierten ihren Part bravourös. Bemerkenswert selbstsicher ließen sich die Kleinen feiern. Der Prinz hatte sich sogar in eine edle Robe stecken lassen, wo er doch, wie er meinte, zu gerne lieber sein Bayern-Trikot angezogen hätte.
Noch weit nach Mitternacht war jeder Quadratmeter der Tanzfläche ausgefüllt, während die Band Paradise die Halle ins Hofbräuhaus verwandelte. Und in der Bar gab es viel zu reden: Beispielsweise über den Elferratsgag. Da nahmen die Narren die vier Bürgermeisterkandidaten ordentlich auf die Schippe - und zauberten gleich noch eine fünfte Alternative aus dem Ärmel: „Nicht Manfred Seel“, hieß es, „Es gibt nur eine Erika Müller.“
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