15. Vier-Hübel-Tour

Kurz vor dem Start auf dem Marktplatz in Oberwiesenthal.
 
Diese beiden Reiterinnen begegnete ich auf dem Weg zum Bärenstein.
Wie soll ich nun beginnen?

Na gut, fangen wir mal so an. Es gäbe zwar andere Möglichkeiten, sich zu quälen, aber diese hier ist eine, welche man(n)/frau selbst beeinflussen kann.

Auch in diesem Jahr war die nunmehr zum 15. Male ausgetragene Mountain-Bike Vier-Hübel-Tour eine Herausforderung. Für die einen, so schnell wie möglich diese 86,75 km lange Strecke, welche insgesamt ca. 2.300 Höhenmetern aufweist, so schnell wie möglich abzufahren, für die anderen, überhaupt anzukommen. Zu letzteren zähle ich auch.

Für meine Verhältnisse und meinem Fahrrad kam ich ganz gut über die Piste, zumal ich ganz nebenbei ein paar Bilder und ein kleines Video aufnahm. Auch ein paar kleine Gespräche an den Versorgungsstationen waren drin. :-)

Nun, wer diese Tour noch nicht abgefahren ist, kann sich schwer einen Eindruck verschaffen. Ich kann nur das beschreiben, was ich heute so erlebte bzw. (noch) fühlte.

Start war 10:00 Uhr in Oberwiesenthal auf dem Marktplatz. Bereits aber am ersten kleinen Anstieg hinauf zum Sportcenter ein paar kleine Missgeschicke. Irgend jemand hatte sich wohl verschalten und wie bei einer Kettenreaktion kamen drei oder vier Radler zu Fall. Nichts schlimmeres, bei allen ging es weiter.

Bis zum Unterbecken Markersbach rollt es eigentlich recht gut, auch wenn die Auffahrten zum Bärenstein, zum Pöhlberg und zum Scheibenberg da schon hinter einem liegen. Der Aufstieg zum Bärenstein ist da noch der kürzeste. Der hinauf zum Pöhlberg ist da schon anspruchsvoller, beginnt der doch in Königswalde. Von da unten bis zum Plateau sind auf ca. 6 km rund 230 Höhenmeter zu bewältigen, aber auf befestigten Wegen.
Auch der Aufstieg zum Scheibenberg lässt sich gut meistern, da Straße.

Aber nach der Abfahrt von diesem zum Unterbecken des Pumpspeicherwerks Markersbach beginnt danach für die meisten die To(rt)ur erst so richtig. Erst ganz langsam und dann immer mehr lassen die ansteigenden Schotterpisten die Beine schwerer werden. Bereits am Anstieg zum Oberbecken musste der eine oder andere dann auch schon sein Rad mal schieben. Manche waren da sogar schneller unterwegs, vor allem ein Quartett, welches es mit Klappfahrrädern(!) mit der Piste aufnahm.

Der Hammer aber ist der Aufstieg zwischen Friedrichbachweg und Altpöhlaer Straße über die Floßbahn und den Hundsmarterflügel. Dort werden auf gerademal 5km Länge 383 Höhenmeter überwunden - auf mit Split geschotterter Piste. Auch da gab es viele, die vom Rad mussten.

Irgendwie wollte ich das aber nicht, da mein Rad nun nicht gerade das leichteste ist. Knapp 28 Kilo wiegt dieses "Eisenschwein", also blieb ich lieber drauf sitzen. Nur an den Verpflegungspunkten sowie bei einer Pinkelpause stieg ich ab.

Aber was soll's, schließlich ging es ums Ankommen. Und das gelang mir besser wie im Vorjahr und auch ohne Sturz oder anderer Blessuren. Zwar stand nach 06:15:40 Stunden nur der 507. Platz, aber ich sah das Ziel. :-)

Respekt gehört allen, die diese Strecke überwanden und ankamen. Respekt auch für jene, die den Mut hatten, an den Start zu gehen und das Ziel aus welchen Gründen auch immer nicht erreichten.

Beeindruckt hat mich zudem das Tandem-Gespann aus Sehmatal-Neudorf, welches die Strecke ebenfalls in reichlich 6 Stunden absolvierte. Sie teilten sich über die gesamte Strecke sowohl die Freude als auch die Schmerzen am Radfahren. :-)

Ein ganz großer Dank muss ich an dieser Stelle aber auch einmal den Organisatoren aussprechen. Was die mit ihren vielen Helfern vor allem an den Verpflegungspunkten boten, war allererste Sahne und vor allem lecker. :-)

Aber auch die Strecke war hervorragend abgesichert, auch wenn man als Radfahrer auf den Verkehr achten musste.

Und dann standen wiederum unzählige Fans an der Strecke, die einen anfeuerten. Da kann man sich auch bei Schmerzen manchmal sogar noch ein Lächeln abringen.

Alles in allem eine runde gelungene Veranstaltung, bei welcher auch der Wettergott ein Einsehen zeigte und einen sonnigen Tag zauberte, der angenehme Temperaturen brachte.



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