Schnitzerland Erzgebirge

Bergmann mit Keilhaue, von Johann Horler in den 1930er Jahren geschaffen.

Im Haus des Gastes endet am Wochenende die traditionelle Januarausstellung, welche in diesem Jahr unter dem Motto "Schnitzerland Erzgebirge" steht.

Wem es draußen zu frostig ist, dem sei diese Schau erzgebirgischer Schnitzereien wärmstens empfohlen. Zu sehen sind Exponate der wohl wichtigsten Schnitzer des Erzgebirges.

Meisterstücke von Paul Schneider, nach dem die hiesige Schnitzschule im Erzhammer benannt ist, sind ebenso ein Blickfang wie die des Johann Horler. Geht Schneider wesentlich mehr ins Detail, so schien Horler grobmotoriger zu arbeiten, wobei aber auch von dessen Werken eine erstaunliche Ausdruckskraft ausgeht. Das mag wohl daran liegen, dass Horler zeitlebens im Bergbau tätig war und die Schnitzerei nur als Hobby nebenher betrieb, wohingegen Schneider dies hauptberuflich ausübte. Er war immerhin 1921 Mitbegründer der nach ihm benannten Schnitzschule und danach lange Zeit in dieser als Schnitzlehrer tätig.

Aber nicht nur Exponate dieser beiden Größen faszinieren. Auch Werke heutiger Schnitzer wie Hans Lichtenberger, Friedhelm Schelter oder Ronny Tschierske ziehen die Blicke der Besucher auf sich. Ein Hingucker sind auch die Miniaturen von Frieder Vinne, bei welchen sich dem Betrachter die Frage stellt, wie man solch winzige Schnitzereien überhaupt zustande bekommen kann, ohne diese zu zerbrechen.

Geöffnet ist noch bis 5. Februar 2012 täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt kostet drei Euro, die sich aber wirklich lohnen.

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Claudia Lopatta aus Kassel am 01.02.2012 um 17:14 Uhr  
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Klaus-Dieter Dingel aus Bad Wildungen am 01.02.2012 um 17:37 Uhr  
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