FDG Breidenbach - Fahrt nach Andernach / Geysir

Modell im Erlebniszentrum

Andernach: Geysir | Was heißt hier FDG ?

Nun, kurz vor dem 150-jährigen Bestehen des einstmals erfolgreichen und einer der ältesten Vereine des Hinterlandes mußte leider der MGV Breidenbach
1860 e.V. vom aktiven Geschehen abgemeldet werden.

Es hieß, der Vereinsbetrieb ruht - ab er es ist doch weit mehr als ein Ruhen.

Aus den zuletzt noch verbliebenen aktiven Sängern bildete sich ein FDG, ein "Freundeskreis des Gesangs", der sich alle 14 Tage im Vereinsheim in der kleinen Turnhalle in Breidenbach trifft und mit dem Exbürgermeister Artur Künkel als Dirigent weiterhin den Gesang pflegt.

Und nicht nur der Gesang wird gepflegt sondern auch etwas, was den MGV schon viele Jahre auszeichnet, die jährlichen Busfahrten zusammen mit den Ehefrauen, wobei immer ein vom ehemaligen 1. Vorsitzenden Erwin Unterderweide gut ausgesuchtes und interessantes Ziel angesteuert wurde.

Dieses Jahr führte uns die Fahrt in eine geschichtsträchtigen Stadt nach Andernach und von dort zum höchsten Kaltwassergeysir der Welt in dem
Namedyer Werth.

Zunächst war ein Aufenthalt im Geysir- Erlebniszentrum vorgesehen, wobei wir mit der Lebensgeschichte des Geysirs konfrontiert wurden und auch selbst einige Versuche mit dem kohlensäurehaltigen Wasser anstellen konnten.

Wir lernten den Zusammenhang zwischen CO2-haltigem Wasser und verschiedenen Drücken kennen.

Anschließend ging es mit dem Schiff zum Namedyer Werth - ein nur einige km entferntes Naturschutzgebiet in Rheinland-Pfalz - zum Ort des Geschehens.

An dieser Stelle entwickelt sich in einem Bohrloch von 350 m Tiefe in jeweils
115 Minuten die nächste Eruption.

Und dieser Geysir-Sprung ist natürlich der Höhepunkt.

Nach kurzem Donnern und Fauchen springt der Kaltwassergeysir - der höchste der Welt übrigens - bis zu 50 - 60 m hoch.
Das relativ kurze Schauspiel der Eruption dauert 8 Minuten und sackt dann beruhigend wieder in sich zusammen.

Nach einigen Metern durch das Naturschutzgebiet sind wir wieder am Schiff, das uns dann nach Andernach zurückbringt.

Eine ausgedehnte Mittagspause mit "Frühstück im Freien" ging dann einer Stadtführung voraus.

Das Wahrzeichen der Stadt Andernach ist der 56 m hohe runde Turm, ein Wehrturm aus längst vergessener Zeit, aber einer der höchsten in Deutschland.

Weitere der vielen Sehenswürdigkeiten sind sicher außer den Kirchen eine alte Schiffsverladestation "Alter Krahnen" und nicht zuletzt das damalige Stadttor, in deren Steine 2 Figuren eingemeißelt sind.

Der Sage nach handelt es sich dabei um die 2 kleveren Andernacher Bäckerjungen, welche die Stadt gerettet hatten durch Bewerfen der Angreifer mit Bienenkörben wobei die stechlustigen Bienen die Angreifer in die Flucht schlugen.

Zum Ausklang des erlebnisreichen Tages gab es dann noch ein Westerwälder
Schnitzelbüffet

Jeder herrliche Tag geht einmal zu Ende. Den Besuch dieses unvergesslichen Geysirs kann man nur weiter empfehlen.




Gruß Harry

Weiterveröffentlichungen:

Hinterland extra | Erschienen am 22.06.2011
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3 Kommentare zum Beitrag
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Hans-Christoph Nahrgang aus Kirchhain am 21.06.2011 um 23:06 Uhr  
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Siegfried Kuhl (sk1941) aus Marburg am 23.06.2011 um 13:28 Uhr  
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Harry Clemens aus Breidenbach am 23.06.2011 um 14:05 Uhr  
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