Fährt man über die Bundes- Landes- und Kreisstraßen, sieht man Kreuze am Straßenrand. Meist sind es junge Menschen die an der Stelle, an der nun zur Erinnerung eine kleine Gedenkstätte errichtet wurde, ihr Leben verloren. Die Gründe, warum diese Unfälle mit Todesfolge passieren sind vielfältig. Ein plötzliches Unwetter welches einem die Sicht versperrt kann fatale Folgen haben. Vielleicht war jemand unvorsichtig, hat nicht genau den Straßenverkehr beobachtet. Selbstüberschätzung könnte auch eine Rolle gespielt haben, so nach dem Motto, ich habe alles im Griff. Auch soll es vorkommen, dass Menschen die verärgert sind sich ans Lenkrad setzen und eine aggressive Fahrweise an den Tag legen, die totale Rücksichtslosigkeit. Nicht immer sterben die Verursacher, sondern Menschen die auf dem Beifahrersitz sahsen und völlig ausgeliefert waren.
Die Aufnahme zeigt das Kreuz eines jungen Mannes, der mit seinem Motorrad tödlich verunglückte. Ihm wurde von einem Autofahrer die Vorfahrt genommen. Ich fahre mehrmals die Woche an diesem Kreuz vorbei. Es steht nicht weit von der Auffahrt zur Amöneburg und ich sehe immer kurz hin, da regelmäßig Blumen dort gewechselt werden. Ob es die Eltern, die Freundin oder Freunde und Bekannte sind die regelmäßig diese Stelle besuchen, wer weiß. Ich habe Marcel nicht persönlich gekannt, denke aber als Mutter an die Eltern, die ihr Kind begraben mussten. Ich habe mich auch schon öfters gefragt wie der Verursacher mit dieser Gewissheit lebt, einen Menschen durch Unachtsamkeit getötet zu haben.
Wir können uns nur wünschen allzeit sicher und unfallfrei zu fahren. Leider weiß man, wenn das Auto bestiegen wird nicht wie die Reise endet.
Das ist doch nur der Straßenverkehr... das ist zwar eine bundesweite Gefahr, die jährlich Tausende tötet und eine halbe Million verletzt bis dauerhaft verstümmelt... aber gibt es keine schicken Schleifchen, die man vorzeigen kann... keine tollen Aktionismen, Mahnwachen, Demos, usw. an denen man glückshormonsteigernd teilnehmen kann...
Ich kenne beide Seiten des besagten Unfalls und ich finde es nicht gut, hier einen in dieser Form formulierten Bericht reinzusetzen. Vorwürfe helfen hier gar nicht. Außerdem hätte der Vollständigkeithalber dann auch erwähnt werden müssen, das es noch ein weiteres Todesopfer bei dem Unfall gab und auch eine Schwerverletzte.
Alle mittelbaren und unmittelbar Beteiligten müssen lernen mit solchen Schicksalsschlägen zu leben, da finde ich es nicht gut, nach über einem Jahr in solch einem Rahmen das Thema aufzurollen.
Es ist immer schlimm, wenn Unfälle im Straßenverkehr passieren! Gerade dieser Unfall zeigte deutlich, dass man seinen Schicksal nicht aus dem Weg gehen kann.
Aber ich gebe Anne recht, diesen Unfall nach über einem Jahr aufrollen zu müssen, finde ich persönlich auch nicht so gut!
Ich selbst war auch als Hauptzeuge unmittelbar an einem Unfall beteiligt, bei diesem zwei unschuldige Menschen ums Leben gekommen sind und der Unfallverursacher überlebt hat.
Nur in dem Moment der Erstversorgung ist es egal, wer schuldig ist oder auch nicht, es geht darum so viele Menschenleben zu retten wie möglich, da wir alle nur ein Leben auf Erden haben!
Wenn man den Anfang des Texten liest kann man feststellen, dass die Aufnahme mit dem Kreuz stellvertretend für alle Unfallstellen auf Bundes-Landes und Kreisstraßen steht.
Aufgerollt wird hier garnichts !!
Christine , ich kenne auch solche Erinnerung- , Gedächtniskreuze an den Straßen.
Es ist für die Hinterbliebenen sehr schlimm , und es ist ihnen sicher ein Bedürfnis dort immer etwas hinzulegen wo ein Angehöriger sein Leben lassen mußte.
Bestimmt ist es auch für die Vorbeifahrenden eine Erinnerung, daß so etwas jederzeit auch ihnen passieren könnte.
> "Wenn man den Anfang des Texten liest kann man feststellen, dass die Aufnahme mit dem Kreuz stellvertretend für alle Unfallstellen auf Bundes-Landes und Kreisstraßen steht."
So hatte ich das auch verstanden.
> "Aufgerollt wird hier garnichts !!"
Wer nicht will, dass "aufgerollt" wird, soll keine Kreuze o.ä. aufstellen bzw. wieder abbauen, sobald sie ausgedient haben und man nicht mehr daran erinnert werden möchte.
Dass man irgendwann nichts mehr davon hören möchte, weil das Leben weitergehen muss, kann ich gut nachvollziehen - aber wie gesagt...
Ausserdem sollte man immer daran denken, dass es auch mal die Gegenseite geben kann (z.B. die Hinterbliebenen der unschuldigen Opfer) und immer auch völlig Unbetroffene - und alle sehen sowas aus ihrer pers. Perspektive. So sind z.B. dem Angehörigen eines Opfers ggf. die Trauergefühle der Eltern des Todesfahrers schnurzpiepegal.
Ich fahre auch oft an solchen Kreuzen vorbei. An einer Stelle ist ebenfalls ein junger Motorradfahrer verunglückt.
Einen Vorwurf seitens Christine kann ich nicht erkennen. Ihr Bericht ist allgemein gehalten. Lediglich ein einziger Satz geht genau auf diesen Unfall ein. Aber auch dieser enthält keinen Vorwurf, sondern schildert einfach nur Tatsachen.
Bin bei diesen Thema geteilter Meinung, Verkehrsunfälle mit Personenschaden sind immer tragisch, aber oft trifft es nicht die Verursacher. Wenn jeder sich an die regeln hält wären Kreuze kein Bild an unseren Bundesstraßen.
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