Mittelalter Markt in Bad Münster am Stein Ebernburg
Am Freitag dem 18. 9. fand in Bad Münster am Stein Ebernburg um 17:Uhr die Zermonielle Eröffnung " Wohlan es sei " auf der Marktbühne statt. Im Anschluss der Eröffnung gab es eine grosse Rittertafel mit viel Speiss und Trank.
Anschliessend war der Aufzug der Spielleute mit zünftiger Unterhaltung der Musikanten und der Gaukler in allen Gassen.
In der alten Wehrkirche gab es Mystische Musik mit Harfe und Gesang, vom Mittelalter bis in die Neuzeit.
Nach dem Fackelzug durch den historischen Ortskern gab es auf der Marktbühne, " Dunkelschön" live in Concert, Celtic- Medival- Folk, auf mittelalterliche und neuzeitliche Instrumente gespielt. Durch die Stimme von Vanessa Istvan wurde das Konzert zu einem mitreisendem Musikerlebnis.
Am SAMSTAG konnte man nach der historischen Markteröffnung und dem Festumzug das mittelalterliche Lagerleben in der eigens dafür aufgestellten Zeltstadt am Naheufer bestaunen.
Ein grosses historiches Schauspiel war das Rittertunier mit seinen Geschicklichkeitsspielen, zu Fuss und Pferd, seinen Zweikämpfe mit Schwert und Axt oder dem Lanzenstechen.
Nach einem mystischen Feuertanz mit der Hexe Roxana und Triskilian auf der Marktbühne folgte ein Fackelzug durch den Ort und gleich anschliessend gab es Musik aus Sackpfeife , Laute und Trommel. Alte Liedtexte und Melodien wurden von Verres Arcis auf ihre besondere Art vorgestellt und machte es so zu einem Erlebnis für Augen und Ohren.
Am SONNTAG nach Marktöffnung und Proklamation der Markt und Festordnung begann ein Wettstreit der Sackpfeiffen, Gaukler und dem Narrenspiel. Nach dem Bogenschiessen und Axtwerfen für jedermann am Naheufer konnte man sich über das Lagerleben informieren.
Historiches Schauspiel bot wieder das grosse Rittertunier mit Geschicklichkeitsspiele zu Fuss und Pferd genauso das Lanzenstech und die Zweikämpfe mit Schwert und Streitaxt.
Der grosse Kehraus begann mit Flöten, Pfeifen, Pauken und Trommeln, Rasseln, Tiegeln und Töpfen.
An allen Tagen konnten sich die Besucher des Festes im alten Ortkern der Ebernburg an fast Hundert Handwerksstände und Verkaufsstände über altes Handwerk Informieren und dem einen oder andern Handwerker dabei über die Schulter schauen. Zwischen den Stände gab es genug Gelegenheit sich in Tavernen und Winzerhöfe mit Speiss und Trank stärken.
Für die kleinsten Besucher gab es Am Samstag und Sonntag den" Markt der Kindlein" auf dem es allerlei zu entdecken gab, mit einem reichhaltigem Programm.
Die Ebernburg fand ihre erste urkundliche Erwähnung 1206, wobei nicht eindeutig geklärt ist ob sich die Nennung auf den Ort oder auf die Burg bezieht. Es scheint jedoch unwahrscheinlich dass der Ort älter als die Burg sein soll.
Gesichert dagegen ist dass im Jahre 1338 Raugraf Ruprecht und Graf Johann von Sponheim- Kreuznach die Burg errichten lies.
Als Pfand - und später Lehnsbesitz gelangte die gesammte Herrschaft Erbernburg 1448 an die Sickinger, die die Burg dann 1750 und 1771 an die Kurpfalz abtraten. Schweikart und sein Sohn Franz von Sickingen liesen die Burg 1482 Ausbauen und mit Artillerie bewaffnen.
1523 verbrannte die Burg, wurde 1542 wieder aufgebaut und 1697 abermals geschleift und 1849 wieder aufgebaut.
Seit 1914 ist der Eigentümer der Ebernburg die eigens dafür gegründete Ebernburg-Stiftung die wiederum die Burg an den Ebernburg Verein e.V. verpachtet hat.
Sage der Ebernburg
Einer Legende nach soll im Mittelalter ein Kampf um die Burg entbrannt sein. in dem die Burgbewohner ausgehungert werden sollten. Die Gegner bauten ihre Zelte vor der Burg auf und belagerten sie in der Hoffnung die Bewohner auszu hungern. Nach einigen Wochen wurden die Vorräte der Burg knapp und der damalige Burgherr lies den einzigen Eber den sie noch hatten im hofauf den Rücken werfen, so als ob er geschlachtet würde. In Todesangst fing der Eber jedesmal an über den ganzen Platz zu brüllen. als die Belagerer das ein paar mal gehört hatten zogen sie wieder ab im Glauben, dass noch genügend Essensvorräte in der Burg sind. So erhielt die Burg -der Sage nach- ihren Namen, EBERNBURG.
Der Beiname " Herberge der Gerechtigkeit " bekam die Burg als Franz von Sickingen Martin Luther Asyl auf der Ebernburg anbot, als dieser (1521) auf dem Weg zum Reichstag in Worms
war. Luther jedoch nahm das angebot nicht an und floh im Mai 1521 unter dem Deckname " Junker Jörg" auf die Wartburg und wurde für Vogelfrei erklärt. Anhänger Luthers, die auch verfolgt wurden nahmen dagegen das angebot von Sickingen an.Unter ihnen war war Johannes Oekolampad, der als Burgkaplan den Gottesdienst reformierte. In der täglischen Messe begann er im Juni den Text der Evangelien und Episteln auf deutsch zu lesen und nicht auf Latein. Das Abendmal feierte man in beiderlei Gestalt, so war der Gottesdienst zum ersten mal auf der Ebernburg, zum ersten evangelischen Gottesdienst geworden. Eine neue Wirkungsstätte fand Oekolampad in Basel, wo er im November 1522 von der Erbernburg aus hin ging.
Einen Besuch der Ebernburg sollte man unbedingt mal machen und sich die schöne Gegend dort ansehen. Gleich nebenan ist Bad Kreuznach und in der Nähe ist auch Bad Sobernheim, mit seinem Freilicht Museum und seinem Barfusspfad. Wenn man sich ein wenig Zeit mit bringt sollte man sich das alles einmal ansehen.
Sicherlich ein gelungener Markt. Schade nur, das das drumherum nicht so toll aussieht.
Ich meine so ein Markt gehört auf die Burg oder wenigstens (wie bei uns) in ein mittelalterliches Dorf- oder Stadtbild....
Dieser Artikel und die Bilder zum Markt gefallen mir sehr gut.
Die Sage erinnert mich ein wenig an die Legende der Stierwascher in Salzburg auf der Festung Hohensalzburg.
Wie leicht man doch die Leute täuschen kann. ;)
Stierwascher, was ist das? Das kenn ich leider nicht. Aber wenn Du Andrea die Geschichte kennst dann schreib sie doch mal auf, würde mich interessieren.
Schönen Gruss, Gisela
Eindrucksvoller Bild-/Textbereicht - man taucht richtig unter in das Mittelalter - prima gelungen..
Danke, Andrea und Alfred für Eure Positive Komentare. Mir hat es auch auf dem Markt sehr gut gefallen.
Ja sicher Ralph hast Du recht, auch mir würde es besser gefallen wenn es auf der Burg stattfinden könnte, oder wenn von den Häuser mehr Fachwerk zu sehen wäre. Und trotzdem ist das Flair Entscheidend und das war da.
Grüsse an Euch alle, Gisela
Man kann halt nicht alles haben - und wer alles hat, der will dann eh noch mehr ...
@Gisela
Sobald ich Zeit dazu habe, folgt ein Bericht über die Sage des Stierwaschers. Mit Photos schaut es in dieser Hinsicht allerdings weniger gut aus.
Doch ich werde sehen, was ich tun kann. Versprochen.
@ Andrea, das ist lieb von dir, ich liebe nähmlich Sagen und Märchen. aber auch Geschichten aus verschiedenen Regionen. Fotos sind zwar schön, müssen aber nicht unbedingt sein. Ich freu mich auf Deine sage.
Liebe Grüsse, Gisela
Hallo Gisela,
ein sehr schöner und ausführlicher Artikel.
Gruß Hans
Danke,Chris und Hans für Eure Positiven Kommentare. Ich habe es auch gerne geschrieben und mit Euch allen geteilt. Es war ein schöner Markt, nur schade dass wir zu spät zum Rittertunier kamen.







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