Pilgern am Ostermontag 2016

Auf dem Weg nach Illsitz (Foto: A. Kump)
Bei bestem Frühlingswetter traf sich eine große Pilgerschar vor der kleinen Kirche im idyllischen Jauern, um sich nach dem historichen Vorbild der biblischen Jünger auf den Weg zu begeben. Nein, nicht nach Emmaus, sondern von Dorfkirche zu Dorfkirche im wunderschönen Altenburger Hügelland.

Erste Stärkung bei heißem Kaffee und Osterbroten, die die Kostitzer Bäckerei Henning Gerth nun bereits zum dritten Mal für die Pilger gespendet hatte. Nach der Morgenandacht, gestaltet von Pfarrer Thomas Eisner aus Schmölln, zogen die mehr als 80 Pilger schweigend am Feldrand entlang nach Illsitz.
Als Ortskundiger übernahm Herr Nitzsche sowohl die Weg- als auch die Kirchenführung. Pfarrer Eiselt begleitete das Pilgerlied zum Abschied auf der Orgel, - wie schön, einen musizierenden Pfarrer dabei zu haben!

Über Röthenitz ging es nach Altkirchen zu einer der Urpfarreien im Altenburger Land. Der älteste Vorgängerbau soll an der Straße nach Gimmel gestanden haben, berühmt geworden übrigens durch das "Altkirchener Gänsewunder".

Vor dem Mittagessen im Kratschützer "Königshof" gab es noch einen Halt an der ehemaligen Kapelle in Gödissa. Dieser kleine Ort gehört zu den ältesten im Altenburger Land, erstmals erwähnt im Jahre 976.
Weiter nun in Richtung Romschütz mit der langwierig und mühevoll restaurierten Kirche, deren außergewöhnlicher Grundriss der Dresdener Frauenkirche ähnelt. Lediglich das Geläut muss noch vervollständigt werden, informierte Frau Köhler vom Kirchenvorstand. Die barocke Orgel, gespielt von Pfarrer Eisner, erklang zum Lobe Gottes und zur Freude der Pilgergemeinde.
Auf dem Friedhof dann das Mausoleum der Familie Bachoff von Echt, einst Besitzer auch des Dobitschener Wasserschlosses.
Die letzte Etappe führte nach Gödern zum Anschluss an den Thüringer Lutherweg und zu einer der wenigen der St. Elisabeth-Kirchen in Thüringen.
Zum historischen Ensemble gehören das alte Pfarrhaus, die um 1500 erbaute Kirche und die "neue Schule". In deren Vorgänger, also der alten Schule, hatte ein Nachfahre von Martin Luther als Schulmeister gewirkt. Die Pilger setzten an diesem besonderen Ort ein Wegzeichen, das noch lange an diesen Ostermontag 2016 erinnern wird.
Aus Wien sendet Arnhild Kump, Leiterin des dortigen Pilgerzentrums, ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen dieses Pilgertages beigetragen haben.
Die nächste Pilgerwanderung findet traditionell am Reformationstag 2016 auf dem Lutherweg im Raum Schmölln statt. Schon jetzt herzliche Einladung dazu.

Und mein Dank gebührt dir, liebe Arnhild, für deine Informationen und für deine Fotos.
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1 Kommentar
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Martina Köhler aus Göhren | 11.04.2016 | 22:42  
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