Thema Rente: Krieg der Generationen? JU und SEN beweisen das Gegenteil

Der Kreisvorsitzende der CSU Senioren-Union Paul Dosch (r.) und der stellv. Kreisvorsitzende der Jungen Union Stefan Meitinger (l.) freuten sich Joachim Unterländer, (MdL) begrüßen zu dürfen.
Ihr nun schon drittes Treffen der Reihe „JU meets SEN“ veranstaltete die Senioren-Union und die Junge Union im Landkreis Aichach-Friedberg im Brauereigasthof St. Afra im Felde am vergangenen Freitag.
Diesmal stand das brisante Thema Rente auf der Agenda. Joachim Unterländer (CSU), MdL, der Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Arbeit, Familie und Jugend im Bayerischen Landtag ist, hielt ein kurzes Einstiegsreferat, wobei er auch auf die nun beschlossenen Änderungen bei der Rente durch die Große Koalition einging und verteidigte. Die Beitragszahler müssen auch immer beachten, dass es sich nicht um eine Lebensversicherung sondern um eine Solidarrente handelt. Hier trägt die arbeitende Generation die vorhergehende Generation.
Ein großer Punkt in der anschließenden Diskussion waren auch die Pensionen der Beamten: Die Last, die der Steuerzahler hier zu tragen hat ist nicht zu unterschätzen und wird noch steigen. Hier muss man zu Lösungen kommen, was auch bedeutet, dass Beamte einige ihrer Privilegien aufgeben müssen, da jeder im Staat einen Teil zur Lösung beitragen muss.
Von den Mitgliedern der SEN wurde betont, dass es größtenteils unerwünscht ist, über das Rentenalter hinaus zu arbeiten, was auch aus psychologischer Sicht sinnvoll wäre, da ein abrupter Ausstieg aus dem Beruf auch eine schwierige Umstellung ist. Hier müssen aber auch von staatlicher Seite Anreize zur vermehrten Umsetzung gesetzt werden. Zudem wurde an die Kreativität der Arbeitgeber appelliert, Beschäftigungsmodelle für Ältere zu schaffen, die auch helfen den Fachkräftemangel zu reduzieren.
Als Arbeitnehmer muss man nach Meinung der Runde sich immer selber zusätzlich absichern, da die Lücke zwischen der gesetzlichen Rente und dem Betrag der zum Leben reicht immer größer wird.
Zum Ende kam das Thema Geburtenrate auf: Der Grundtenor, das man „Kinder nicht kaufen kann“ klang bei allen durch. Das Dilemma Kind oder Karriere kann nicht zu 100 % gelöst werden, was aber nicht heißt , dass man bei der Entscheidung für das Kind nur Nachteile hätte, sondern Werte schafft die finanziell nicht zu bewerten sind und man auch nicht finanziell bewerten darf. Kann der Trend der sinkenden Geburtenrate nicht gestoppt bzw. umgekehrt werden, ist das gesamte System der Solidarrente in Gefahr.
Die 4. Auflage dieser Reihe wird bald folgen.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin aichacher | Erschienen am 01.02.2014
myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 01.02.2014
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