Freiflächen-Solaranlagen:
Freiflächen-Solaranlagen: Sinn, Zweck, Natur und Landschaftsschutz.
Der Mensch braucht Energie und davon immer mehr, aber woher nehmen und nicht stehlen. Wir alle wissen wo der Strom herkommt, und jede dieser unterschiedlichen Produktionsanlagen haben ihre vor und Nachteile, so wie auch ihre Gefahren. Beim Atomstrom ist es nicht nur die Strahlung, die von den Kernkraftwerken ausgeht, sondern auch die Frage, wohin mit den Abfällen? Die Halbwertszeit von Plutonium beträgt 24110 Jahre, wobei erst 47999 Jahren noch ein Viertel der Strahlung vorhanden ist und erst in 159450,9 Jahren praktisch nur noch ein Prozent der Strahlung vorhanden wäre. Ob das Asse und Gorleben so ohne weiteres aushält? und wer soll das für unsere Nachwelt heute garantieren. (Aktuelle Anmerkung zur Grube Asse: Am 13.1.10 wurde vom Amt für Strahlenschutz beschlossen, die radioaktiven Abfälle aus dieser nicht sicheren Anlage wieder zu entnehmen. Kosten ca. zwei Milliarden Euro, Dauer ca.15 Jahre, wobei das Problem ja nicht beseitigt, sondern nur verschoben wird.) Andere Fossile Energieträger belasten wiederum unsere Atmosphäre so sehr, dass die Konsequenzen heute schon überall deutlich, insbesondere durch die Klimakatastrophe, spürbar sind. Alleine die Emission aus der Stromerzeugung beträgt 43 %. Was bleibt sind unsere alternativen Energiequellen, wie Wasserkraft, Windkraft und Solarstrom. Heute möchten wir uns aber in erster Linie und aus aktuellen Anlässen, mit Freiflächen- Photovoltaikanlagen beschäftigen. Diese Anlagen bedeuten selbstverständlich ein Eingriff in Natur und Landschaft und viele Bürger und Gemeinden empfinden diese, als unangenehm. Aber, wer findet schon eine große Betonmauer, für einen Stausee in den Alpen, schön? dennoch daran haben wir uns gewöhnt, weil wir wissen ohne diese läuft bei uns kein Handy und keine Kaffeemaschine. Wir müssen, wenn wir sicher leben wollen, auch bereit sein etwas zu geben! Diese Anlagen sollte man auch als eine Brückentechnologie verstehen, die ja leicht wieder zurück zu bauen ist und keinen nachhaltigen Schaden verursacht. Sicher geht, ohne Zweifel, dass bevor wir Flächen in der Natur benutzen, erst einmal die Dächer angenommen werden sollten. Leider stehen aber zu wenig geeignete Dächer zur Verfügung, was mit der Ausrichtung und dem Alter des Daches zu tun hat. Es macht keinen Sinn auf ein altes Dach, was vielleicht nur noch 10 Jahre hält, Solarplatten zu installieren. Andere geeignete Flächen, wie alte Müllhalden, aufgelassene Kiesgruben und versiegelte Flächen, wie aufgelassene Flughäfen und Industrieanlagen, werden zwar genutzt, stehen aber viel zu wenig zur Verfügung. Wesentlich sollte aber bei der Errichtung von Freiflächenanlagen eine entsprechende Bauleitplanung sein, diese hat die Oberste Baubehörde des Landes Bayern, insbesondere für Kommunen, herausgegeben. Dort wird auch auf die Belange des Natur und Landschaftsschutzes eingegangen, demzufolge kann man hier ersehen das nicht jeder, ohne Weiteres so eine Anlage errichten kann. Allerdings bräuchten wir noch genauere und verbindlichere Regelungen für diese Bebauungspläne. Im Prinzip wird auch dort dem bayerischen Landesverein für Heimatspflege e.V. für seine Positionen, Rechnung getragen. Im Moment werden in Deutschland nur gut 1% des Energiebedarfs durch Solarstrom gedeckt, nötig wären aber 30 % in den nächsten Jahren, dazu würde man z.B. 0,3 % der Freiflächen eines Landkreises benötigen. Ein wesentlicher Grundsatz sollte allerdings auch nie außer acht gelassen werden, die weitere Überlegung Energie zu sparen. Hierzu gibt es unter anderem, dass Energie Positionspapier des Bund Naturschutz in Bayern e.V. Wesentlich ist für alle Bürger hier Wissen und Verständnis aufzubauen, sowie für die Gemeinden eine vernünftige Planung zu gewährleisten, die dem gegebenen Rahmen des Natur und Landschaftsschutzes genüge tut. Mittlerweile gibt es ja schon einige Beispiele dieser Anlagen die man als angemessen betrachten kann, leider auch welche, die keine so glückliche Hand bei der Positionierung bewiesen. So auch nach Meinung des bayerischen Vereins für Heimatspflege e.V., eine Anlage bei Unterliezheim im Landkreis Dillingen und bei Heretsried (Landkreis Augsburg). Die Anlage bei Gebersdorf im Landkreis Aichach- Friedberg zeigt dagegen eine sinnvollere Gestaltung. Zwar liegen einige Häuser nicht allzu weit weg, werden jedoch durch die Straße und größere Bepflanzung von der Anlage getrennt. Ein noch im Wachstum befindlicher Randstreifen mit Sträuchern und Büschen wird die Kollektoren und den Zaun schon in kürzester Zeit optisch nicht mehr erkennen lassen. So bringen gut angelegte Anlagen sogar eher Vorteile für die Natur. Die Böden müssen nicht versiegelt werden, da die Träger nur in den Boden gerammt werden, es kann sich so unter den Kollektoren, eine Wiese mit Blumen und Kräutern entwickeln, im Gegensatz zu den monotonen Milchgraswiesen. Bodenbrütende Vögel haben ein Rückzugsgebiet, und von der Vielfalt der Insekten in so einer blühenden Wiese, kann man sowieso ausgehen. Aktuell wurden jetzt bei uns hier im Stadtgebiet von Aichach zwei Freiflächen von einigen Stadträten abgelehnt, wobei man sagen muss, dass es gut und verantwortungsvoll ist, sich Gedanken über Größe und Standortfragen zu machen, aber grundsätzliche Ablehnung dieser Anlagen sind einfach nur unvernünftig. In der EG haben wir sowieso schon Überproduktionen von Lebensmittel, die letztlich auf dem Müll landen. Die Frage bleibt, was wollen wir und was brauchen wir? Atomkraft? Nein danke! Wir als Grüne sehen uns, notgedrungen, als Befürworter dieser Solartechnik und stehen ihnen gerne für weitere Fragen zur Verfügung. www. gruene-aichach-friedberg.de . Oder, wenn Sie sich interessieren, besuchen Sie uns einfach bei unserem Stammtischtreffen in Aichach am 2.2.2010, 20 Uhr, in de TSV Gaststätte, Donauwörther Str. 12



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