Blockheizkraftwerke im Wittelsbacher Land

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Pflanzenöl-BHKW "Tiger"

Nach dem BlockHeizKraftWerke (BHKW) in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten waren, erleben sie in diesen Tagen eine Renaissance. Der Grund für seine mangelnde Wirtschaftlichkeit war die Liberalisierung der Strommärkte und eine damit verbundene starke Absenkung der Strompreise.

Heute ist der Strompreis wieder auf dem gleichen Niveau - mit steigender Tendenz. Doch nicht nur diese Tatsache macht ein BHKW heute wieder interessant. Als wichtiger Baustein zur Reduzierung der Treibhausgase sieht die Bundesregierung die Förderung dezentraler Blockheizkraftwerke. Darunter versteht man einen wassergekühlten Verbrennungsmotor, der über einen Generator Elektroenergie erzeugt. Neben der Erzeugung von Strom wird die Abwärme aus Motorkühlwasser und Abgasen über wirksame Tauscheranlagen dem Heizungskreislauf von z.B. Gewerbe- und Industriebetrieben. Dadurch erreichen BHKWs heute einen Wirkungsgrad über 85 % des zugeführten Brennstoffes und verringern dadurch den Ausstoß Klima verändernder Treibhausgase. Dagegen erreichen turbinengetriebene Erdgaskraftwerke nur einen Wirkungsgrad von 40 %.

Über ein ganzes Maßnahmenpaket werden heute BHKWs gefördert:
- Festgelegte Einspeisevergütung von 5,11 Cent (Gas, Diesel),
- Einspeisevergütung bei Pflanzenöl BHKW z.Z. 18,99 Cent auf
20 Jahre garantiert
- Erstattung der Mineralölsteuer
- CO2-Minderungsprogramme der Kfw-Bank
- Sonderkreditprogramme der landw. Rentenbank
- Förderprogramme von alternativen Stromerzeugern
- AFP-Förderung ( Tierbezogene Maßnahme < 2 GV/ha)
- Stromsteuerbefreiung
Weitere Vergünstigungen gibt es durch Sonderabschreibungen, Netznutzungsentgelte der EVU und Vergütung des Stromes durch EVU.

In Kenntnis dieser Vorraussetzungen und vor dem Hintergrund stetig steigender Energiepreise setzten sich die Firmen GMH-Umwelt GmbH und Heizungsbau Heinz Birkl intensiver mit diesem Thema auseinander. Herr Kreitmeier aus Obermauerbach bewirtschaftet einen Betrieb der u.a. Rapsöl produziert und sich ebenfalls mit der Thematik beschäftigte. Somit waren alle Voraussetzungen gegeben um auf dem Hof von Herrn Kreitmeier, der nach einer schlechten Erfahrung mit einer völlig falsch dimensionierten Anlage eines anderen Herstellers, noch einmal einen neuen Anlauf wagte, einen „Tiger“ zu installieren. Ein Pflanzenöl-BHKW der Firma Optimess arbeitet seit 26.04.07 zur vollen Zufriedenheit aller Partner. Wesentlicher Vorteil der Anlage: im Betrieb von Herrn Kreitmeier wird Rapsöl produziert, so dass die erzeugte Energie kostengünstig für das Wohnhaus und die Produktionshalle genutzt werden kann. Es handelt sich hier um eine wärmegeführte Anlage mit einem Mitsubishi-Industriediesel und einem Asynchron-generator. Der Wirkungsgrad der Anlage liegt bei 91%, die Heizkosten werden um mindestens 60% reduziert, die Betriebsstundenzahl liegt bei ca. 2.500h/a und die Amortisation zwischen 7 – 10 Jahre je nach Größe und Nutzung. Neben dem Pflanzenöl BHKW vertreiben die Firmen GMH-Umwelt und Heizungsbau Heinz Birkl auch noch ein mit Gas oder Diesel betriebenes modulierendes BHKW der Firma Spilling aus Hamburg, das „PowerTherm“.
Der Vorteil dieses BHKW`s liegt in der Modulation der Leistung zwischen 5 – 20 kW elektrisch und 10 – 43 kW thermisch. Erreicht wird dies mit einem modifizierten Kubota Industriediesel, einen Synchrongenerator, einer intelligenten Steuerung, ca. 7.500 Betriebsstunden und einem Wirkungsgrad von 86 – 92% je nach Rücklauftemperatur. Das PowerTherm erreicht dadurch Amortisationszeiten von unter vier Jahren und die CO2 Einsparung liegt um die 50 t pro Jahr.

Beispiel einer Wirtschaftlichkeitsberechnung für einen landwirtschaftlichen Betrieb:
Wärmebedarf 710.000 kWh
Strombedarf 130.000 kWh
Invest-Kosten BHKW 31.000 €
Betriebstunden 7.000 h
Erzeugter Strom BHKW 140.000 kWh
Erzeugte Wärme BHKW 266.000 kWh
Jahreskosten fest * 3.515 €
Jahreskosten variabel** 14.310 €
*6 Prozent Zinsen, Aggregat 13 Jahre ND, Zubehör 15 Jahre ND
*2,6 Cent kWel Wartung. 0,0214€/kWh Erdgas Mineralölsteuerbefreit
Aufgrund der Wirtschaftlichkeitsberechung wurde ihm eine Kostenersparnis beim Betrieb eines BHKW´s von 7.746 € bei Abzug aller Kosten errechnet .

Alle Partner nutzen die Referenzanlage im Wittelsbacher Land für Informationsveranstaltungen, für technische Serviceschulungen und Gewinnung von Neukunden sowohl im BHKW als auch im Rapsölbereich. Termine für kostenlose Beratungen und Planungen können nach Vereinbarung mit einem der Partner vereinbart werden.

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. GMH Umwelt aus Aichach am 01.08.2007 um 17:50 Uhr  
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