KRIEG UND GLAUBE: Heinrich Heidner (1876 - 1974) - Gemälde und Papierarbeiten

Ausstellung vom 23. März bis 26. April 2009
im Museum Altomünster

Schirmherr: Staatsminister a. D. Dr. Thomas Goppel MdL

Eröffnung: 16.00 Uhr, Museumsforum


Die Werke zum Thema Krieg schuf der Maler Heinrich Heidner an der Westfront, inmitten des Kampfgeschehens des Ersten Weltkrieges; diejenigen zum Thema Glaube folgten als unmittelbare Reaktion auf die schrecklichen Kriegserlebnisse. So sind die Motive aus der Passionsgeschichte Christi, wie zum Beispiel die Grablegung und die Pietà, als direkte Appelle an den Betrachter zum Mitleiden, zur Compassio zu verstehen und gleichzeitig Ausdruck einer Sehnsucht nach Ruhe und Frieden.

Heidner war - wie viele seiner Zeitgenossen - zunächst von Patriotismus beseelt. Was er dann an der Front sah, ließ ihn schmerzhaft die unmenschliche Realität des Krieges erkennen. Der Begeisterung folgte die Bestürzung. Seine Kriegsbilder sind von tiefen seelischen Eindrücken, von Schmerz und Schrecken geprägt. Sie zeigen Soldaten in Unterständen, zerschossene Wälder, verwüstete Natur, Gefallene zwischen den Felsen der Vogesenberge. Öde sind die Kampfplätze, der Mensch ist eng mit der Natur verbunden - beide zerschossen, sterbend.

Die erste Serie seiner Kriegsbilder stellte er 1916 in München, Nürnberg und Berlin aus, was ihm wegen seines außergewöhnlichen Malstils einen Aufsehen erregenden Erfolg in der gesamten deutschen Presse sowie Ankäufe bedeutender Museen und Sammlungen aus dem In- und Ausland einbrachte. Heinrich Heidner wurde als einer der besten deutschen Kriegsmaler gefeiert.

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