Feuchte Augen und viel Musik: Die Philharmonie Aichach freut sich auf die neue Saison mit einem besonderen Konzert - und feiert erstmal tüchtig einen Geburtstag

Ein Start nach Maß - zuerst klangen die Bögen, dann klirrten die Gläser. Die Philharmonie Aichach ging mit gehörigem Elan in die kommende Saison. Und sie feierte doppelt. In der ersten Probe freute sich Dirigent Ekkard Wohlgemuth nicht nur über die Rückkehr seiner musikalische „Schäfchen“ nach den Ferien, sondern zugleich, am selben Tag, auch über seinen runden Geburtstag. Denn die Philharmonie Aichach bereitete dem Maestro zum 70. einen liebevoll beschwingten Abend.

Der frisch installierte neue Vorstand sorgte dafür, dass die Arbeit von Ekkard Wohlgemuth, einem Urgestein der Philharmonie, ins rechte licht gerückt wurde.
Er hatte nämlich bereits von 1982 bis 1993 als Dirigent und in den letzten Jahren als Bratscher im Orchester gewirkt, bevor er vor einem Jahr das Dirigentenpult erneut betrat.
Sandra Staiger, die neue Vorsitzende, lobte Wohlgemuths Fähigkeit, mit Geduld, Genauigkeit, mit dem Erkennen von Schwächen und Stärken der jungen und reiferen Mitspieler erfolgreiche und klangvolle musikalische Ergebnisse zu erzielen - gemäß der Devise „fördern und fordern“. Wohlgemuth versteht es, Freude am Spiel mit unbeirrbarer Genauigkeit in den sachlichen Anforderungen in Balance zu halten. So viel Lob - da entdeckten manche sogar feuchte Augen beim ebenso strengen wie feierfreudigen Maestro.
Sachlichkeit und Feiern: In dieser Reihenfolge verlief auch der Abend. Denn vor dem gemeinsamen Umtrunk mit einer deftigen Brotzeit hatte Wohlgemuth die Arbeit gesetzt, eine kleine Probe wenigstens - vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt. Und Fleiß und Hingabe wird das anspruchsvolle Programm erfordern, das die Philharmonie in ihrem Konzert am Samstag, den 12. November 2016 bietet.

Es verspricht einen besonderen Abend mit Perlen der Barockmusik und wird ergänzt von einem attraktiven Werk, das die alte Musik zauberhaft in ein neues Gewand kleidet. Drei der Großen des Barock sind mit Werken vertreten, in denen Solisten und Orchester „zu Wort kommen“:

Das Brandenburgische Konzert Nr.3 von Johann Sebastian Bach, das Konzert für Viola und Streicher von Georg Philipp Telemann, sowie Georg Friedrich Händels Concerto grosso op.3 Nr.1. Bei Händel werden die Streicher unterstützt von den Farben der Holzbläser. Ein noch größeres, ein fast schon exotisches Instrumentarium gibt es als absolute Rarität zu hören, „Antiche Danze e Arie“ von Ottorino Respighi (1879 - 1936). Der italienische Neoklassiker hat „alte Tänze und Gesänge“ aus dem 16./17. Jahrhundert fantasievoll arrangiert. Besetzt neben den Streichern mit je zwei Flöten, Oboen, Fagotten, Hörnern sowie Englischhorn, Trompete, Harfe und Cembalo verspricht dies ein Klangerlebnis.
Die Philharmonie Aichach sucht immer Zuwachs und „frisches Blut“. Sandra Staiger ermunterte bei dieser Gelegenheit talentierte Streicher, vor allem auch Bläser, Mitglied des Orchesters zu werden. Besonders die musikalische Jugend ist hier angesprochen, denn Musik ist ein tolles Stück Leben.

• Der Vorverkauf für das Konzert am 12. November 2016 im Deutschherrengymnasium Aichach hat bereits begonnen. Karten zu 18,00 € und 10,00 € gibt es in der Urlaubsoase, Bauerntanzgasse 1, 86551 Aichach.

Text und Bild: Philharmonie Aichach
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