Aichacher Volkstheater probt Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens

Fröhliche Weihnachten, Mr Scrooge!

Die Sommerferien sind noch nicht zu Ende, da verbreitet sich im ehemaligen SanDepot in Aichach an der Donauwörther Straße schon eine adventliche Stimmung. Des Rätsels Lösung: Das Aichacher Volkstheater probt auf vollen Touren sein diesjähriges Stück mit dem Titel „Fröhliche Weihnachten, Mr Scrooge!“, die Bühnenfassung von Charles Dickens‘ Weihnachtsgeschichte „A Christmas Carol“. Die Novelle um den Geizhals Ebenezer Scrooge ist ein Klassiker der Weltliteratur geworden und vielfach auf der Bühne und im Film gespielt worden. Deshalb ist die Handlung hinlänglich bekannt: In der Nacht auf Weihnachten, welches der alte Zyniker Scrooge als „Humbug“ bezeichnet, erscheinen ihm diverse Geister. Einer davon ist der Geist der vergangenen Weihnacht, der nächste der Geist der diesjährigen Weihnacht. Zu guter Letzt entführt ihn ein weiterer Geist in die zukünftige Weihnacht. Ebenezer Scrooge durchlebt eine unruhige Nacht voller verwirrender Visionen. Doch er erwacht als geläuterter Mann. Das Märchenhafte der Geschichte erlaubt es, szenisch aus dem Vollen zu schöpfen. Sehr zahlreich ist wieder einmal das Ensemble des Aichacher Volkstheaters, zu dem einige neue Gesichter gestoßen sind. Knapp 30 Personen wirken mit, und dabei ist es sogar noch nötig, den einen oder anderen Doppel- oder gar Dreifachpart zu vergeben. Ramon Pierson, der Autor der Bühnenfassung, hat 46 Rollen in das Stück geschrieben. Breit gefächert sind auch die Jahrgänge der Schauspieler. Während die Jüngsten noch die Schulbank drücken, genießen einige Ältere bereits ihre Rente. Und mittendrin die ruhenden Pole der Aufführung, Regieassistentin Ingrid Predasch und Spielleiter Hans Kriss, der bekannte Regisseur, Schauspieler und Leser. Der Hörzhausener inszenierte mit dem Volkstheater bereits mit großem Erfolg den „Besuch der alten Dame“ von Dürrenmatt und „Himmelwärts“ von Ödön von Horvath. Auch die Persiflagen „Lodengrün“, „Die Entführung aus dem Abteil“ sowie der „Schweinefaust“ sind vielen noch in guter Erinnerung.
Das ehemalige SanDepot erweist sich einmal mehr als idealer Ort für die Probenarbeit. Es steht jederzeit zur Verfügung, ist sehr geräumig und hat eine gute Akustik. Möbel und andere Requisiten können während der ganzen Probenzeit stehen bleiben. Am Boden sind die Originalmaße der späteren Bühne durch Klebestreifen markiert, so dass die Schauspieler ihre Gänge und Handlungen einüben können. Die Koordination mit den Mitbenutzern, der IG Rock und dem Kunstverein, funktioniert tadellos. Die Aufführungen selbst finden freilich wieder am angestammten Ort in der TSV-Turnhalle statt, an dem man nun schon seit 1984, dem Gründungsjahr des Aichacher Volkstheaters, spielt. Heuer, zum 30jährigen Jubiläum, sind acht Vorstellungen vorgesehen, die Premiere ist am Samstag, den 22. November.
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