Volksbegehren Nichtraucherschutz vom 19.11.-2.12.2009
In den nächsten Wochen wird uns die Frage über das Volksbegehren zum Nichtraucherschutz immer wieder auf den Straßen und in der Presse begegnen. Es geht um die Rücknahme diverser Gesetzespunkte, die das Rauchen in der Öffentlichkeit wieder mehr zulassen sollen. So also in Einraumgastätten bis 75qm und in Bierzelten. Nur da gibt es auch schützenswerte Nichtraucher, so auch Familien mit Kindern und nicht zu vergessen den Schutz am Arbeitsplatz, für das Personal. Es sei auch wissenschaftlich dahingestellt, ob Rauchen, wenn auch in Sonderräumen, in psychiatrischen Einrichtungen, oder der Suchttherapie, überhaupt sinnvoll ist. Denn auch hier greifen Ausnahmeregelungen dieses Gesetzes. Im Strafvollzug kann sogar das Rauchen in Gemeinschaftsräumen wieder gestattet werden, aber dort gibt es auch Nichtraucher, Asthmakranke und Allergiker. Letztlich geht es aber darum, dass wie auch in der Rechtssprechung immer das Verursacherprinzip ausschlaggebend ist und nicht eine Polarisierung von Rauchern und Nichtrauchern. Über Schäden die Rauchen gesundheitlich und Volkswirtschaftlich verursacht brauche ich ja wirklich nicht mehr zu reden, es ist Wahnsinn. Es gilt doch die zu schützen die das nicht wollen, gesund bleiben und leben wollen. In Bayern sterben jährlich 500 Nichtraucher an den Folgen des passiven Mitrauchens. An den Folgen des Rauchens sterben pro Jahr 140000 Menschen in Deutschland und ca.6 Millionen Weltweit, Tendenz steigend. Zum Schluss noch eine kleine Geschichte die ich vor einigen Tagen erlebt habe und die die Perversion von Rauchen in der Öffentlichkeit aufzeigt. Ein älterer Herr sagte zu mir mit seiner sonoren Raucherstimme und unter Begleitung von heftigem Husten, ja wo dürfen wir Raucher denn noch hingehen dürfen, wenn nirgendwo mehr geraucht werden darf? Na ist doch klar, jeder darf doch in unserer demokratischen Gesellschaft hingehen wo er mag, er darf nur seinen Mitmenschen nicht dabei belästigen und gefährden.
Vorweg, ich habe gegen das Rauchen schon gewettert, als ich selbst noch Raucher war und ich hätte drei Kreuze gemacht, wenn der Dreck verboten worden wäre!
Aber hier geht es um Nichtraucher - die werden vom Rauchen nicht geschädigt, weil sie ja nicht rauchen. Bleibt also das Passivrauchen und seine Folgen (die nicht alle belegt sind, aber ich glaub halt derzeit, dass es gefährdet und schadet).
Kurz: Jeder Nichtraucher kann sich selbst schützen, indem er nicht passiv raucht. Ganz einfach.
Gibt es Orte, die der Nichtraucher aufsuchen MUSS, wie z.B. Behörden, Kliniken, Praxen, etc., sollte der Gesetzgeber einspringen und stellenweise oder komplette Verbote aussprechen.
Das gibt es aber schon seit langer Zeit!
Was aktuell im Gespräch ist und sich irrtümlicherweise Nichtraucherschutz nennt, betrifft nur die Gastronomie. Und das ist Privatwirtschaft und da sollte es den Unternehmern überlassen werden, Angebot zu machen und den Kunden, diese anzunehmen oder abzulehnen.
Was die Nichtraucher betrifft - die haben die Wahl, schlicht wegzubleiben, wenn ihnen das Angebot nicht gefällt. Auch, wenn sie ihre oft erwähnten Kinder schützen wollen, haben sie diese Wahl und gehen mit den Kindern einfach nicht in solche Lokale.
Und Kinder allgemein vor Passivrauch zu schützen, scheint nicht im Interesse der Rauchen-in-Gastronomie-verboten-Anhänger zu liegen, denn sonst würden sie sich ja für ein komplettes Verbot der Droge einsetzen, um die Kinder aus Raucherhaushalten z.B. zu schützen, statt nur ihren Lieblingsgriechen rauchfrei zu kriegen.
Ganz klar sollte Rauchen vom gesundheitspolitischen Standpunkt ganz verboten werden, aber da wir ja keine Regierung haben die das macht, kann das noch dauern. Vielleicht kommt es ja dann mal aus Brüssel. Und was wirklich ganz wichtig ist, es muss immer das Verursacherprinzip gelten und die sollen dann zu hause bleiben. Was aber in privaten Wohnzimmern mit Kindern und anderen vergewaltigten Menschen passiert, können wir nicht sehen und nur dann eindämmen wenn es Gesetzte gibt. Eigentlich sollte es, wenn es denn möglich sein wird, auf Bundesebene einen Volksentscheid über das Verbot von Nikotin geben. Da soll der Gabriel mal Gas geben.
Viele Grüße
> "Und was wirklich ganz wichtig ist, es muss immer das Verursacherprinzip gelten und die sollen dann zu hause bleiben"
Wenn der Wirt Räucherstäbchen benutzen will und viele Kunden das toll finden, aber ein paar nicht, dann ist es doch normal, dass die paar Kunden sich halt was ohne Räucherstäbchen suchen - und nicht, dass der Staat dem Unternehmer und den zufriedenen Kunden alles verbietet.
> "Was aber in privaten Wohnzimmern mit Kindern und anderen vergewaltigten Menschen passiert, können wir nicht sehen"
Aber wissen. Wenn Passivrauchen schädlich sein soll, dann ja wohl nicht nur in ausgewählten Kleinunternehmen, sondern überall.






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