Neue CD aus heimischen Gefilden: Die Moorsoldaten

Das Cover wurde von dem Bremer Künstler Ingo Müller gestaltet.

Eine neue CD liegt vor. Es handelt sich um eine CD mit vier Titeln, eine so genannte EP-CD, die sich mit dem 1933 geschriebenen „Lied der Moorsoldaten“ befasst. Veröffentlicht ist die CD auf dem Label von Hofa GmbH in Karlsdorf, erhältlich ist sie für 6 Euro bei Matthias Blazek und Detlef Damaske.

Wieder haben Musiker aus dem Celler Raum den Markt mit ihren Ideen bereichert. Diesmal handelt es sich um ein Projekt rund um das Lied der Moorsoldaten. Das „Moorsoldatenlied“ wurde 1933 von Häftlingen des KZs Börgermoor bei Papenburg im Emsland geschaffen. In diesem Lager wurden vorwiegend politische Gegner des Nazi-Regimes gefangen gehalten. Mit einfachen Werkzeugen wie dem Spaten mussten diese dort das Moor kultivieren. Texter des Liedes waren der Bergmann Johann Esser (1896-1971) und der Schauspieler und Regisseur Wolfgang Langhoff (1901-1966), die Musik stammt von dem kaufmännischen Angestellten Rudi Goguel (1908-1976). Das Lied wurde am 27. August 1933 bei einer Veranstaltung namens „Zirkus Konzentrazani“ von 16 Häftlingen, überwiegend ehemaligen Mitgliedern des Solinger Arbeitergesangvereins, aufgeführt. Nicht von ungefähr halten es die Sänger Hein und Oss Kröher für eines der „wichtigsten deutschen Lieder des 20. Jahrhunderts“.
Initiiert hat das Projekt Matthias Blazek, der selbst vor 30 Jahren die Band „Crown of Creation“ in Großmoor mitgegründet hatte. Die Akteure kommen allesamt aus dem Celler Südkreis: Joschua Claassen, Chorleiter des Gemischten Chores Großmoor, Das Großmoorer Quartett (Jürgen Mühlstein, Anne Crönert, Ute Schworm, Matthias Blazek), Thomas Czacharowski, Detlef Damaske und Covergestalter Ingo Müller. Der Initiator bedankt sich in seinem umfangreichen Begleittext bei Christiane Boltz, Manfred Diesing und Werner Hellnick für ihre guten Tipps in der Anfangsphase.
Und die liegen bereits ganze 13 Jahre zurück. Blazek, der das Lied bereits 1985 in der Lutherschule Hannover als Sänger der „Matzingers“ aufführte (neben dem späteren „Scooter“-Keyboarder Rick Jordan), griff laut den Informationen im Begleitheft im Jahr 2002 den Gedanken auf, eine EP-CD mit Interpretationen verschiedener Musiker aufzulegen. Am Ende waren die vier Lieder in dieser Reihenfolge zusammengesetzt: eine neue Klavierversion von Joschua Claassen, eine Gesangsversion von Detlef Damaske als „Wathlinger“ mit einigen Gastmusikern, eine Vokaleinspielung des „Großmoorer Quartetts“ aus Anne Gebauer, Jürgen Mühlstein, Ute Schworm und Matthias Blazek und schließlich eine synthetische Interpretation des „Crown of Creation“-Musikers Thomas Czacharowski.
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