Mitreißendes Sommerkonzert in Wathlinger Kirche

Das Löns-Duo tritt zum Jubiläum gemeinsam mit Thalia auf

 
Der Volkschor „Thalia“ Celle hat ein überragendes Gastspiel in der Wathlinger St.-Marien-Kirche gegeben. Das Programm war abwechslungsreich und präsentierte einige überaus überzeugende Solisten. Als Chorleiter Stephan Heib das Zeichen gab, erklang den zahlreichen Zuhörern ein stimmgewaltiges „Schau auf die Welt“ von John Rutter entgegen. Der Chorleiter verstand sich darauf, den gemischten Chor mit seinem souveränen Dirigat zur Höchstleistung anzuspornen. Dabei überzeugten die Ausgewogenheit der einzelnen Stimmen und die konstant homogene und saubere Darbietung, wie beim feurig-beschwingten Gospel „Get you ready“ im Satz von Georg Zimnol. Der Volkschor „Thalia“ hatte an diesem Abend, in seinem 135sten Jubiläumsjahr, ein großes Programm zu bewältigen und wurde dabei streckenweise von Stephan Heib gekonnt am Klavier begleitet. Die Solisten im Chor waren so unterschiedlich wie das Programm. Christiane Siemsen sang das klassische „Ave Maria“ von Franz Schubert, Rüdiger Lekebusch überzeugte mit dem Gospel „Swing low, sweet chariot“ von Georg Zimnol und die Chorsängerin Anett Makus sang die Lieder „Lili Marleen“ und „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“, und zwar so authentisch, dass man sich in die Vierziger-Jahre zurückversetzt fühlte. Den Gastauftritt in der Wathlinger St. Marien-Kirche hatte das sympathische Löns-Duo aus Klaus und Jörg Engeling. Heimatverbunden sangen sie vom „Heidehauer“ und vom „Apfelbaum“ nach einer Melodie von Klaus Engeling und überlieferten Texten von Hermann Löns. Stephan Heib lieferte das Chorarrangement zu diesen beiden Liedern. Bei der Zugabe des Löns-Duos war das „Handwerk“ gefragt. Pferdegetrappel und Schlittengeläute wurden rhythmisch mit Kokosnussschalen und Glöckchen nachempfunden. Klaus Engeling begleitete an der Gitarre. Wenn der Volkschor „Thalia“ mit dem Spruch „Wir lieben Chorgesang“ Werbung macht, dann nimmt man ihm das uneingeschränkt ab. Die deutschen Volkslieder „Kein schöner Land in dieser Zeit“, „Sah‘ ein Knab ein Röslein stehn“ und „O du schöner Rosengarten“ wurden mit eben soviel Schwung und musikalischer Harmonie vorgetragen wie die Sahnestücke des Konzertes, „Barbara Ann“ von den Beach Boys und Frank Sinatras „New York, New York“.  Der vielfältige Bogen aus Liedern, straff und klangvoll zusammengefasst, schuf vor dem alten Gemäuer der Kirche ein akustisch wie optisch unvergessliches Bild. Das anwesende Publikum dankte den Musikern für ein musikalisches Erlebnis mit langanhaltendem Applaus.
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