Gänsehautfeeling pur in der Kreuzkirche

Der Volkschor „Thalia“ Celle beim Vortrag von „Es ist ein Ros’ entsprungen“.

„Gänsehautfeeling pur“ – treffender kann nicht gesagt werden, was der Volkschor „Thalia“ Celle bei „Ave verum corpus“ mit dem Sologesang von Christiane Siemsen zutage geliefert hat. Und es war das i-Tüpfelchen eines Konzertes der Superklasse.

Traditionen gilt es zu wahren. Diesem Motto wird der Volkschor „Thalia“ gerecht. Inzwischen ist die Vorweihnachtszeit in der Kreuzkirche ohne ihn kaum noch vorstellbar. Am Sonntag hat er wieder ein Adventskonzert gegeben und dem Ort einen besonderen Glanz verliehen.
Es schien diesmal etwas dunkler zu sein in der Kirche als sonst, was Pastor Michael Kurmeier zu Beginn ermunterte, zu fragen: „Kann ich ’n bisschen Licht haben?“ Kurmeier zeigte sich als besonderer Freund des Chores. „Für mich ist es immer eine große Freude“, sagte er mit Blick auf die regelmäßigen Auftritte in der Vorweihnachtszeit.
Der Einzug des Chores mit den Kerzen und dem Gesang von „Laudate omnes gentes“ hat Tradition, wonach Chorleiter Stephan Heib mit seiner präsenten Bassstimme einen gregorianischen Choral mit dem Titel „Rorate caeli desuper“ einleitete. „Es ist ein Ros’ entsprungen“ kam mit einer großen Klangfülle und hervorragend einstudiert. Man merkte förmlich, wie gut der Chor eingesungen war. Mit viel Dynamik folgte „Eja, so seht den Rosenstrauch“, und bei „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ brillierten die Frauen- und Männerstimmen gleichsam. Nach einem Intermezzo von Heib an Klavier/Orgel mit dem Trompeter Joachim Goik und einem gemeinsamen Vortrag mit der Gemeinde war der adventliche Teil vorbei, man wandte sich nun Weihnachten zu.

„Toccata“ aus der Orgelsinfonie von Charles-Marie Widor

Stephan Heib holte alles aus der Orgel der bis an den Rand gefüllten Kreuzkirche heraus, als er nahezu virtuos die „Toccata“ aus der Orgelsinfonie von Charles-Marie Widor (1844-1937) vortrug. Und zu „Alta Trinità beata“ strahlte der Chor sehr viel Wärme und Ausgeglichenheit aus. Eindrucksvoll folgte „Markt und Straßen (stehen verlassen)“ und sehr schön dann „Hört der Engel helle Lieder“ mit gut herausgearbeiteten Frauenstimmen.
Der Volkschor „Thalia“ Celle hat einmal wieder überzeugt. In weiten Strecken auswendig trug er sein Repertoire vor. Und schön wurde das Ganze dann mit „Ave verum corpus“, „Schau auf die Welt“ und dem „Irischen Segenswunsch“ mit Klavierbegleitung abgerundet: „… und bis wir uns wiederseh’n, möge Gott seine schützende Hand über dir halten.“
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